Gegen 21 Uhr wird angefangen vorzuglühen, mitternachts radeln’wa zum Insomnia. Eventuell nehmen’wa och die Bahn, wobei mir Fahrrad lieber wäre, weil’ma sich damit die ätzende Warterei unter der Erde erspart. ‘Ne Freikarte erhielt ich nicht, die gäb’s angeblich nicht mehr, Lord A#sch, ey. “Andernach” war richtig gewesen. Das is’ eh so’n Laberer, naja. Also werden’wa wohl 20,- Euro hinlegen müssen. Dafür versuche ich an den Drinks, die och fast Swingerclub-Niveau ham, zu sparen.
Gerechtfertigt ist der Einrittspreis null, aber es hält einem ‘n Teil der Idioten vom Hals, reinlassen tut der “Dr. Nibur“ trotzdem welche. Yut, ich freue mich dennoch ‘drauf, Tanzen und ein paar Leute treffen. Damit geht’s vielleicht morgen weiter, abends, im Slaughterhouse.
Update 31.07.2010 04:21 Uhr
Diese Veranstaltung lässt sich auf ‘n Nenner bringen, mit einem einzigen Wort und obendrein absolut treffend be- bzw. umschreiben: Sch#iße. – Wie bitte? Exactamente: Sch#iße. Scheiße, Sch#iße, [...], Sch#iße. Musik sch#iße, Bar sch#iße, Publikum sch#iße. Ich blicke in mein Portemonnaie und sehe, dieser Abend hat mich gut 70,- Euro gekostet, für nichts und wieder nichts. Dämliche AiB-W#xer, echt wahr. Kurz vor Halb 4 packte ich’s, ohne ein einziges Mal das Tanzbein geschwungen zu haben. Das kam schon so lange nicht mehr vor, dass ich mich sogar momentan nimmer dran erinnern kann.
Es dürfte Mitternacht gewesen sein, als ich den 20-Euro-Schein Herrn “Nibur” rüberschob, welcher mir beim Rausgehen ein “Bis zum nächsten Mal” hinterherwarf. Genau, Vollh#nk, ein nächstes Mal bei Deiner sch#iß Party, f#ck Dich, A#schloch! Eine Smirnoff-Cola-light bestellte ich an der Bar. Das tat ich mehrmalig, sechs- oder siebenmal. Was ich jeweils für meine sechs Euro erhielt: Coca-Cola light, ein kleines 0,2l-Gläschen Coke light. Yut, vielleicht war da ein Spritzer Wodka mitdrin, aber mehr auch nicht.
Als ich irgendwann anmerkte, dass ich gerne ‘ne Smirnoff-Cola-light MIT Smirnoff hätte, entgegnete sie, ob ich ‘nen Doppelten möchte. Nein, ein Einfacher reicht, wenn es denn so wäre. Sie schenkte mir daraufhin ein Glas Cola light mit garnichts ein, aber für sechs Euro, sch#iß Pack. Ich meine, toll, dass’e blond sind und gut aussehen, die Weiber hinter der Bar. Hilft aber nichts, wenn’se zu dämlich sind einen anständigen Drink zu mixen, verdammte Hohlbratzenfraktion!Straftanz, ach herrje, super Auftakt, und es ging so weiter. Zwischendurch ballerte ich mir bei Balli Döner ein paar Smirnoff Ice rein, aber das half null. Es blieb eine sch#iß Veranstaltung mit sch#iß Musik, einer sch#iß Bar und sch#iß Publikum. Neh echt, die Härte war, selbst bei dieser gräßlichen Musik tanzten irgendwelche Sp#cken. Yut, zugegeben, Tanzen ist anders, sie stampften. Meine Fr#sse, echt, was für ein Volk. Langhaarige Hansel mit nackten Oberkörper, och eine besondere Spezies, die irgendwelche Flaschen auskippen und keine Rücksicht darauf nehmen, dass’es manche Gäste nicht besonders cool finden, vollges#ut zu werden.
Um auf den Punkt zu kommen. AiB = Sch#iße. Sch#iße, Sch#iße, Sch#iße, [...], Sch#iße.
Suuuper, ich hab’ jetzt noch ‘ne Freikarte.
Update 31.07.2010 12:07 Uhr
Kein Plan woran es lag, es stimmte, vor allem eben das Preis-Leistungs-Verhältnis, irgendwie garnüschts. Eigentlich darf’ma diesbezüglich den DJs keinen Vorwurf machen, denn die legen auf, was Masse gefällt. Die Masse ist anspruchslos – nehhh, auch falsch. Die Masse steht auf ausgelutschte schlechte Musik, so is’es richtig, auf immer dieselben Songtitel, welche auf immer derselben Party(s) heruntergedudelt werden, tja.
Im Grunde hätten’se auf ihren Notebooks ‘ne Playlist abspielen lassen können, fertig. Wofür die Notizen in dem Collegeblock waren, keinen Plan. Ob ich zu anspruchsvoll bin, ob mein Musikgeschmack ein ganz Besonderer ist, nope, ich denke nicht. Außerdem bin ich kompromissbereit, aber wenn drei Stunden lang nur R#tz kommt, sorry, das frustriert. Klar, die Tanzfläche war meist gut gefüllt, was freilich nicht heisst, dass die Musik gut war, keineswegs, eher im Gegenteil. Tatsächlich war mir die Tanzfläche zu voll, denn ich will nicht schunkeln und Körperkontakt suche ich ebensowenig. Naja, mich wird die Angel-in-Bondage so schnell nimmer sehen und gut ist.
Nochmal kurz zu der Bar. Ich bin schon immer der Meinung, dass die Bar, wie auch beispielsweise die Toiletten, zu der Veranstaltung gehören. Richtig ist, dass die Veranstalter den Eintritt nehmen und für die Beschallung sorgen, alles Andere kommt vom Club, die Bar ebenfalls. Sprich, der systematische Betrug – nichts Anderes ist das – geht direkt vom Insomnia Nightclub aus. Harter Vorwurf, nun, was soll’ma die Fakten schönschreiben, is’ so, liebe Dominique A. von der Heydt. Wenn ich, wo auch immer, für eine Smirnoff-Cola-light bezahle, dann hätte ich och gerne eine Smirnoff-Cola-light, basta.
Oh, mir fällt gerade ein, ich tanzte doch, ein paar Minütchen, Sisters mit “Vision Thing” oder so war’s, ist bereits in Vergessenheit geraten.

