Das Wochenende liegt wieder einmal hinter mir. Was los war – dieses und jenes. Freitag Abend gab ich ‘ner Veranstaltung in Friedrichshain ‘ne Chance. Bei der AiB hätte ich wahrscheinlich mehr Spaß gehabt. Überhaupt war ich schon Ewigkeiten nicht mehr in Friedrichhain gewesen, ein Stadtteil, der mich schlicht nicht reizt. Das lovelite, die Location, besuchte ich zuletzt Silvester ’03 oder 2004, einmalig, nichts Besonderes.
Samstag. Samstag erfuhr ich, dass das Hähnchen-Grillen abends ausfällt, was erneut deren absolute Unzuverlässigkeit bestätigt. Wenn ich nicht nachgehorcht hätte, wären wir gegen 20 Uhr im Kronprinzendamm vor verschlossenen Türen gestanden. Neh, so etwas mag ich überhaupt nicht. Den vorherigen Termin sagtens’se och ein paar Stunden vorher ab. Das gehört sich nicht, mag’isch nischt.
Sonntag Morgen waren wir mit M. und N. zum Brunch im Korns verabredet. Die beiden kamen mit der U-Bahn, weil deren älterer Skoda, für den’s keinen Alibi-Nachrüst-Filter gibt, nur ‘ne gelbe Umweltplakette besitzt. Was’n Schw#chsinn, Wowereit Vollspaten. Es wurde Nachmittag, bis wir die Runde auflösten. N. erzählte von einem Vorstellungsgespräch bei tesa in Offenburg. Das muss ‘ne unverschämte Bande sein, unmöglich. Die zwei Tage Fahrtweg und Vorbereitung sind inzwischen abgehakt, Kategorie Erfahrung, auf welche ein jeder gerne verzichtet. Tatsächlich suchten die nicht wirklich, ‘ne Frau schon gar nicht, und dementsprechend verlief auch das Gespräch, es zielte schlicht darauf ab, den Bewerber zu vergraulen. So wurde, sie ist Doktorandin, beispielsweise nach ihren Noten in der Realschule gefragt (sie war Klassenbeste), wtf, dann nach dem Beruf ihrer Eltern, ihre damalige Tätigkeit und Ausbildung als Photographin wurde abschätzig kommentiert und so fort – um auf den Punkt zu kommen, ihr potentieller Chef muss voll der Honk gewesen sein, absolut unprofessionell, Beiersdorf eben.
M. hat endlich ‘nen Assistenten, welcher ihm taugt, der achte inzwischen. Der eine klaute, der andere wechselte bald weg, war dauernd krank, mit seinem Assistant Storemanager hatte er bislang weniger das gute Händchen. Der Aktuelle arbeitete vorher als Drücker in einem Freenet-Shop, in welchem die Mitarbeiter mega dem Provisions-Druck ausgesetzt sind. Da werden tatsächlich die Kunden gezählt, welchen den Laden betreten und später muss sich der Mitarbeiter rechtfertigen, warum er denn nicht so und soviele Verträge an den Mann oder die Frau gebracht habe. Doof, wenn’ma selbst andauernd zum Rauchen rausgeht und damit als vermeintlicher Kunde mitgezählt wird. Voll asslig, Freenet Mobilcom. Für Debitel stand ich och schon hinter ‘nem Stand im Media Markt und Saturn, fünfzehn Jahre is’es her.
Später schauten wir in Schöneberg vorbei, Regen und Sonne wechselten sich ab.

