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Eisiger Wind

GMU • Samstag, 6. Februar 2010 1419 Uhr • Kategorie: Berlin, Supermarkt

Wir standen nicht so spät auf, frühstückten und machten uns wenig später nach Schöneberg auf. Die kleine Filmproduktion, welche, wie vorhergesagt, bei Til dreht, stellte die Halteverbotsschilder (6 – 16 Uhr) inzwischen wieder auf und verteilte ein paar Hüttchen. Es ist, auch das war vorher klar, irgend eine Popelproduktion, ‘n Fernsehr#tz, Billig-Comedy-Serie beispielsweise.
Glatt sind die Gehwege, kaum ein Stück ist bedenkenlos begehbar. Scheinbar müssen die Berliner Hausbesitzer keine Konsequenzen fürchten, woanders in Deutschland gibt es das nicht. Woanders ist es selbstverständlich, dass die Nachbarn vor ihrem Grundstück räumen und streuen, egal wie oft es nötig ist. Die schlimmsten Gehwege jedoch sind die vor irgend welchen kommunalen Einrichtungen, also die von Berlin selbst. Berlin scheint es völlig latte zu sein, ob sich seine Bürger die Haxen brechen, mit Schlittschuhen wäre unsereiner gut bedient.

In Schöneberg liefern wir am Sunpoint vorbei, Bagel und Laugenstangen nahm ich bei der Backfactory mit, Gemüse, Käse, eine Samba-Kakao-Schoko-Creme bei Bio Company, was sich gleich zu 24,- Euro summierte, die Bio Brötchen übernahm die andere Partei. Weil ich drei leere PET-Flaschen mit in dem nun gefüllten Rucksack gehabt hatte, schauten wir bei Aldi rein, auf’m Rückweg bei Lidl.
Zwischenstopp war bei uns. Ich räumte alles auf den Küchentisch und weiter ging’s zu Kaiser’s in der Bergmannstraße. Süßkartoffeln, oh wie lecker, eine Pistazie-Cocos-Müllermilch, welche einem die Füllungen rauszieht und Fisch, das war’s im Groben, 10,- weitere Euro, Einkaufen, gute Lebensmittel, haben ihren Preis. Essen gehen wäre (ohne Getränke) jedenfalls erheblich günstiger.

Bei Kaiser’s bemerkte ich einen Zettel, von denen dort mehrere an den Fassaden klebten. “Zeugen dringend gesucht” war dort zu lesen. Die Rede ist von einem “Unfall mit blauem Fahrrad”, vor Kaiser’s, am Sonntag, den 4. Oktober 2009 gegen 17h45. Tatsache, diese Geschichte kommt mir irgendwie ziemlich bekannt vor. Ein gewisser Andreas Broszat gibt die Telefonnummern 0177 6920817 und 030 6915875 als Kontaktmöglichkeit an. Der F#rzknoten ist offensichtlich durchweg schmerzbefreit und sucht scheinbar weiterhin die Schuld an der eigenen Dummheit bei Anderen.
Egal wie, wenn sich Zeugen finden sollten, echte Zeugen, die das aussagen, was sich wirklich ereignete, dann ist es eh ihm zum Nachteil. Was’n Vollspaten, Hammer.

Heute Abend, ick freu mir, Party. Dufte, ich landete auf der Gästeliste, das heisst folglich nur einmal Eintritt für die andere Partei, fünf Euro gespart, dankeschön.

 

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