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Entgelt bezahlt

Ronny Roger • Freitag, 31. Juli 2009 144 Uhr • Category: Home Sweet Home,Supermarkt,Technik

Ahhh, ich hasse Ärzte!!! Nie wieder! Wobei, ich meine nicht ‘mal die Ärzte, sondern das Drumherum, so eben auch meine Stamm-Arztpraxis, wo ich heute das wohl letzte Mal vorbeischaute. Es ist schlicht eine Unverschämtheit.

Also, es gibt da so zwei kleine Makel, wo ich einfach ‘mal einen Arzt draufgucken lassen wollte. Der sagt mir dann das was ich erwarte und gut ist. Konkret habe ich, meist nicht sehbar, dafür fühlbar, einen kleinen Knubbel unter der Brust und über dem Bauch. Ich ließ da schon ‘mal in Görlitz einen Arzt draufschauen, welcher meinte, dass das einfach Fett ist, gehört da zwar nicht unbedingt hin, aber ist halt so. Das is’ ‘mal größer, ‘mal kleiner, beeinträchtig mich keineswegs und stört optisch auch nicht, weil eh unter der Haut.
Die andere Sache ist stecknadelgroß, befindet sich zwischen den Brustwarzen und nennt sich, wie ich heute erfuhr, ich habe mich vorher auch nicht schlau gemacht, Blutschwamm, ist ebenfalls total mini, störte mich aber trotzdem immer so a bisserl.

Sodele, genug zu Wehwechen, Kleinigkeiten, nicht der Rede wert, aber ich bin halt kein Arzt. Heute habe ich mich endlich ‘mal aufgerafft und bin rübergelatscht. Das Wartezimmer war proppevoll, die Stühle auf dem Flur ebenfalls alle besetzt, die Schlange am Empfangstresen staute sich bis zur Eingangstür der Praxis, Halb 12 war’s.
Als ich endlich bei einem der beiden Sprechstundenhilfen vorsprechen durfte, reichte ich ihm gleich die Krankenversicherungskarte rüber und sagte kurz was ich wollte, dass ich eine Hautirritation habe und es einfach gerne hätte, dass ‘n Arzt ‘nen kurzen Block draufwirft. – Die zehn Euro müsse er trotzdem nehmen, “schon wieder?”, entgegne ich und mir ging ein Licht auf. Das Quartal leitet sich nämlich nicht von quattuor, also vier ab, sondern heisst ein Viertel. Gut, das war mir vorher zwar schon klar, nur vertue ich mich immer wieder, denn ein Quartal geht für mich vier Monate, sprich wir befinden uns heute und einschließlich August noch im zweiten Quartal des Jahres, für das ich bereits bezahlte.

10 Euro? Diese A#schlöcher, sollen’se ‘mal allesamt verrecken, die staatlichen Krankenkassenfunktionäre und Steinmüllers aka regierende Dummschwätzer oder welcher genetische Sondermüll auch immer sich diesen Sch#ißdr#ck mit der verfluchten Praxisgebühr ausdachte. Bitte lasst einfach ‘mal ‘n paar Bömbchen über’m Regierungsviertel fallen, es trifft garantiert keine Unschuldigen – mir aba bitte vorher Bescheid geben, nicht dass wir dort gerade langradeln. Boahr, wie ich sowas zum K#tzen finde! – Die Härte, das schlägt dem Fass den Boden aus, dass man in dieser gesetzlichen Krankenkasse zwangsversichert ist, Zwang, ja genau, so wie Zwangslager! Und trotzdem wird mir in die Tasche gegriffen, selbst wenn ich nur ‘mal schnell ein Rezept oder ‘ne kurze Antwort möchte. Diebstahl, Raub, super, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt.

Die Verantwortlichen für den ganzen Schlamassel, vermeintliche Krisenmanager, welche in aller Öffentlichkeit den Staat, Deutschland, herunterwirtschaften, die Kohle verschwenden und verbrennen, bis nur noch das Koks übrigbleibt, was letztlich im unabwendbaren Bankrott enden wird, die werden chauffiert und hofiert.

Falls ich es noch nicht erwähnte, völlig korrekt, ich sch#iße auf diesen Staat. Mir geht dieses System wahrlich am A#rsch vorbei. In der logischen Konsequenz heisst dies im Klartext: Ich sch#iße auf Demokratie!

Doch nun zurück auf den Teppichboden der hässlichen Arztpraxis mit den kargen und klinisch weißen Decken und Wänden. Zwei Fünfer nahm ich widerwillig aus meinem Portemonnaie, mein Geld! Er druckte mir ‘ne Quittung.

Beleg
über die Zahlung gemäß
§ 28 Absatz 4 SGB V
 
für das Quartal
  3   09

Vor dem Labor sollte ich Platz nehme, ich stand. Nach einer halben Stunde setzte ich mich. Als mich der Arzthelfer aufrief, war ich verdutzt. Aber bitte, und so folgte ich ihm. Das sei doch wegen dem Verband, meinte er. – Nein, nein, wegen ‘ner Hautirritation, sachte ich. A bissl verpeilt der Junge, aber nett. Er rief dann den Doktore an, welcher nach dem nächsten Patienten vorbeischauen wollte. Zwanzig Minuten später, ich durfte inzwischen einmal die Kabine wechseln, weil der Arzthelfer dort jemandem Blut abnahm, tauchte er auf, der da vom Stempel, huchje, ein Arzt, ein echter Arzt.
Warum zum Henker gibt es keine Schnellabfertigung?! Warum muss ich immer eineinhalb Stunden für zwei Minuten warten, warum wird nicht getrennt, einmal die richtig Kranken, die Hypochonder und auf der anderen Seite die Leute mit Wehwechen, die nur kurz eine Frage haben oder ein Rezept benötigen, sowie die Simulanten, welche nur wegen ‘ner simplen Krankschreibung auf der Matte stehen? Letzteres Klientel lässt sich einfacher halber total zentral beispielsweise über’s Internetz betreuen. Dort liegt wahrlich Einsparpotential.

Wie dem auch sei, er guckte, berührte, da kann man nix machen meinte ich, er stimmte zu, bzw. man könnte schon, aber. Betreffend der anderen Geschichte händigte er mir das Kärtchen eines Dermatologen aus, Laser, privat. Für was klaute mir der Staat nun die zehn Euro, über die ich mich so aufrege, dass es meiner Gesundheit garantiert nicht gut tut? Das ist indirekte Körperverletzung, jawohl. Menschen sind so abgrundtief widerlich, Poliker spielen nochmals in ‘ner ganz anderen Liga.

Später des Tages.  Frau Witte war es, die es nicht juckte, dass der Kaufstau an der einzigen Kasse schon bis fast zum Joghurt an die Tiefkühltheke reichte. Lidl in der Kreuzbergstraße lässt diesbezüglich zusehends nach. Wartezeiten-Policy gibbed nimma. “Der Herr mit der Melone …”, damit war ich gemeint. Mir wurde eine Position geschenkt, weil die vor mir solange zum Ausladen brauchten. Die Melone schnitt ich übrigens vorhin an, bevor ich bei “Kontraste” reinzappte. Das Früchtchen war vielleicht ‘n schöner Reinfall. Damit griff ich voll daneben. Nicht nur fehlt die Süße, die ist zudem teilweise total bitter, bah. “Kontraste” war nicht viel besser. Es dauerte bis gut zur Hälfte des ersten Einspielers, bis die öffentlich-rechtlichen RBB-Dilettanten endlich ihre Tonprobleme im Griff hatten.

Und sonst? Also, Donnerstag Abend klingelte das Telefon, sie säßen auf dem Sofa, ob ich vorbeikäme, tat ich, Colibri Chamissoplatz. Christian und Jessi machen drei Tage Urlaub, wie ich hörte Es war recht nett. M. hatte irgendein Geschek aus dem Türkei-Urlaub vergessen, das gibbed dann eben ein andermal.

Quelle mag mich nicht. Die haben meine gesamte Bestellung von über 15 Positionen sang- und klanglos eliminiert, nicht geliefert, einfach gestrichen. Schade, u.a. die Timezone-Jeans war fast um die Hälfte reduziert. Isch scho’ recht, dass die untergeh’n.

Zwei uralte Webseiten schob ich heute online, ich sach nur Paraguay und Stage-Bar. Meine Fr#sse, die haben mich damals viel Arbeit, Zeit und Einsatz gekostet. Jetzt liegen sie einfach nur herum und sind zu nichts mehr nutze. Der SGML-Parser nennt soviele Fehler, da brauchs’de garnicht damit anfangen irgendwas korrigieren zu wollen.

Das Projekt D*B*T*k hat sich für mich ebenfalls erledigt. Mittwoch Früh erhielt ich ‘ne Mail von R., dass sich nun irgendein Hobby-Internetler, den er privat kenne und welcher außerdem Kunde sei, seine Hilfe angeboten hätte, und sich jetzt um die Webseite kümmern würde. Ach herrje, wenn alte Herren anfangen im Netz herumzuwurschteln. Aber bitte, dann soll der “Hr. Krömer” eben bei Strato via Adobe GoLive 5 die Webseite zammfrickeln. Die Anfänge sind bereits im Netz abrufbar, ähem. – Ich überlegte hin und her und stimmte dann dem Transfer der Domain zu, das is’ sein Bier, seine Entscheidung.

Telefónica erhielt ‘mal wieder ‘n Fax und bei der Telekom fragte ich nach wie’s mit DSL aussieht. A. nervt leider andauernd, weil’er ‘nen eigenen Anschluss möchte, bestenfalls mit Breitband. Die im T-Punkt hätten ihm gesagt, dass DSL 6000 verfügbar wäre und er verstehe deshalb überhaupt nicht, warum wir momentan lediglich mit DSL light unterwegs sind. Naja, die Dame von der T-Com empfahl einen Speedtest und nein, es habe sich in den vergangenen Jahren nichts geändert, es bleibt definitiv bei 384kbit/s. – Ob ich’s anders erwartet habe? Nö.

Update 31.07.2009 09:45

Quelle mag mich doch so’n bisschen. Punkt 9 stand DHL vor meiner Tür. Der Bote brachte mir ein großes Paket mit der Timezone-Jeans Cracker (26051) in dust blue wash sowie zwei basic line Slips und einem Simba Toys Badminton Set zum Verschenken oder ich weiß nicht was. In dem kleinen Paket findet sich die blomus WC-Bürste ‘Ducky’ in blau, wobei ich nicht traurig gewesen wäre, wenn’se die vergessen hätten. Sei’s drum, die lässt sich ebenfalls verschenken. Der Rest sei nicht mehr lieferbar, schreiben sie.

 

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