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Projekt Hartz IV – Vorgeschichte

Ronny Roger • Dienstag, 30. Juni 2009 1746 Uhr • Category: Berlin

Nachdem ich immer ‘mal wieder über das Theater mit den Staatsdienern der Job-Center, auch unter dem Begriff ArGe bekannt, lese, zuletzt bei Patsy auf blogcafé.de, dachte ich mir, hey, guckst Du Dir ‘mal an, was es damit auf sich hat. – Ich werde jetzt also Hartz IV beantragen, wobei hier ganz klar zu sagen ist, Ärger ist definitiv vorprogrammiert.

Als erste Handlung in diesem Anliegen schaute ich nach, wann denn das für mich zuständige Job-Center geöffnet hat. Die Idee war nämlich, dort einfach morgen, das ist der 1. Juli 2009, aufzukreuzen. Deshalb landete ich auf der Webpräsenz der Institution

Job-Center Friedrichshain-Kreuzberg
Rudi-Dutschke-Str. 3
10969 Berlin

Tel. 01801 / 00259203807
Fax: 030 / 5555441003
Mail: jobcenter-friedrichshain-kreuzberg@arge-sgb2.de

wo ich jedoch leider lesen musste, dass das morgen nix wird. Weil diejenigen, welche den Grund ihres Bestehens folgendermaßen umschreiben

Ein wesentliches Anliegen der Reform ist es, auch die bisherigen Sozialhilfeempfängerinnen und –empfänger wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

nachweislich überhaupt keinen Bock auf Arbeit haben. Aha.

Yut, bessere Idee, ich fahre vielleicht noch heute vorbei. Aber Pustekuchen. Die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft befinden sich schon längst im Feierabend.

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Fr 8-12 Uhr,
Do 8-18 Uhr, ab 15 Uhr
nur für Berufstätige,
Mittwoch ist geschlossen,
Termine nach Vereinbarung

Das sind ja escht traumhafte Arbeitszeiten, zum neidisch werden. – Macht nix, Termine nach Vereinbarung klingt super, dann werde ich für morgen einen Termin vereinbaren. Ich meldete mich daher sofort bei dem Telefonservice. Weil ich jedoch generell keine kostenpflichtigen Abzockrufnummern anrufe, suchte ich mir die alternativen Telefonnummern 030 5555700 und 030 5555440 heraus.

Willkommen in Ihrer Agentur für Arbeit.

Wenn sie Fragen rund um das Thema Arbeitslosengeld II haben, auch unter dem Namen Hartz IV bekannt, drücken Sie bitte die 2 [...]

‘Ist gebongt, ich drücke auf die 2.

Bitte tippen Sie die Postleitzahl Ihres Wohnortes ein.

Logisch, machen wird doch glatt, 1****. Soweit. Dieses Prozedere wiederholte sich wieder und wieder, eine Stunde lang. Es lief aber, egal, ob sofort oder nach längerem Freizeichen dazwischen, stets auf dasselbe Ergebnis hinaus, es wurde frech aufgelegt, ohne dass ich je jemanden an den Apparat bekam. Ham’se die noch alle? Wie a#schig ignorant ist das denn, die können doch nicht einfach auflegen?! Scheinbar können’se’s, weil ist gängige Praxis. Ja, wahrlich, dies ist ein durchweg sch#iß Service.

Wegen des hohen Anrufaufkommens können wir Ihren Anruf leider nicht persönlich entgegennehmen. Bitte versuchen Sie es später noch einmal. Vielen Dank für Ihr Verständnis, und auf Wiederhören.

Nein, Du dr#cks Computer-Huara-Schlampe, für so’n Schmarrn bringe ich tatsächlich überhaupt kein Verständnis auf, null, nada, niente, ganz im Gegenteil. So etwas macht mich rasend! W#xer!

Nebenbei ist mir schon bekannt, dass die Mitarbeiter der Arbeitsämter auch zugegen sind, wenn das Gebäude für den Kundenverkehr geschlossen ist, denn die haben rischtisch fett zu tun: Kaffeetassen über die Flure tragen, Akten umschichten, Gemeinheiten ausdenken, die BILD lesen, Schlager hören, in der Privatsphäre anderer herumstieren, und, und, und. Ich hab’ jetzt scho’ die Schn#uze voll.

To be continued …

Update 01.07.2009 12:27

      ⇒ Antrag

 

Una Nota bene

  1. Mit den gebührenpflichtigen Nummern ist doch toll, so kann man von den "reichen" Hartz IV Empfängern wenigstens ein paar € zurückbekommen. Um genauer zu sein: Ein Anruf dort hat mich mal 7,- € gekostet. Dat lohnt sich bei so vielen Hartz IV Empfängern! :-)

    2009-06-30 18:53 · Kommentar by patsy

Deine drei Pfennig?

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© Ronny Roger  Dich krieg'n'wa auch noch!