Gerade habe ich die Umzugskartons aus’m Keller rübergebracht und landete dort in einer sinnlosen Diskussion. Ich vertrete ja die Ansicht, dass über dieses Bespitzelungszeugs viel zu viel Aufhebens gemacht wird. Ich halte es nämlich für völlig legitim, dass der Unternehmer in seinem Unternehmen u.a. auch versteckte Kameras anbringt, um beipielsweise dem Werte-Mißbrauch und Diebstahl entgegenzuwirken. Klar, solche Orte wie Toilette, Umkleide, etc. sind tabu, aber an der Kasse? Na und.
Nun is’es ja wohl total lächerlich, wenn der Unternehmer Nachnamen seiner Mitarbeiter mit Nachnamen der Zulieferer und Auftragnehmer abgleicht. Lächerlicher ist es nur, sich darüber aufzuregen. Und wenn Interna nach Außen dringt, privat, betrieblich, Vertrauliches, halte ich es für nur legitim nach dem Leck zu suchen. Wenn’s mein Unternehmen wäre, natürlich rein fiktiv, würde ich der Plaudertasche, welche nachweislich kriminell und geschäftsschädigend agiert, ‘nen Schlägertrupp nach Hause schicken.
Dass Krankenakten geführt werden, ja mei, und? Dass es Konsequenzen nach sich zieht, wenn der Mitarbeiter nicht nur in der Arbeitszeit surft, sondern auch irgendwelche Pornoseiten aufruft, richtig so.
Es geht hier nicht um Leibeigenschaft, ebensowenig darum die Machenschaften und Mitarbeiterführung von beispielsweise Schlecker und Lidl gutzuheißen, aber, die Sache ist ja einfach ‘mal die: Der Unternehmer und Arbeitgeber bezahlt den Arbeitnehmer, seine/n Mitarbeiter/in dafür, dass’er/e arbeitet, für die Arbeit. Nicht für’s Herumgammeln, Krankfeiern, private Telefongespräche führen, Freizeitvergnügen wie das Surfen im Internet, Bestehlen, Kaffeekränzchen und so fort. Da ich weiß wie der normale Mensch tickt, nämlich genau so wie irgendwelche Arbeitsamt-Sachbearbeiterinnen, sobald keine Leistungskontrolle erfolgt, wird nicht mehr getan, als unbedingt nötig, finde ich’s total in Ordnung, dass unadäquates unternehmensfeindliches Verhalten im Job dementsprechend geahndet wird.
Aber, wie bereits getippt, Diskussionen darüber sind recht albern. Weil ein jeder seinen Standpunkt vertritt, seine Meinung kundtut, einmal im Kreis und zurück.
Bei Lidl holte ich eine Riesenmelone und zwei Ananas. Die bescheuerte Behinderte von gegenüber schreit, jault und klatscht wie eh und je. Nachbarschaftsterror. Ich rief ‘mal beim Außendienst des Ordnungsamtes an. Vor etwa 20 Minuten. Noch sind sie nicht aufgetaucht. Und dann werden sie eh sagen, dass sie nix machen können, das übliche Gelaber, Kinder und so.
13.05.2009 17:49
Na logisch, das ist halt so, Kinder. Die könne man nicht ruhig halten und dass die die Fenster offen haben, sie müssten doch lüften dürfen. Die eine Dame war ganz o.k., verständnisvoll, die andere dagegen fühlte sich offensichtlich als Mutter von drei Kindern angegriffen. Ein Lärmprotokoll solle man führen, prima Idee.
Ebenfalls super, dieses Gespräch mit den Ordnungsbeamtinnen fand im Innenhof vor den angekippten Fenstern der Hauswartin statt. Die hält von Polizei und Ordnungsamt ja so überhaupt nichts und beteuerte stets, das Problem müsse man anders lösen, mit der Hausverwaltung und so. Genau, sowas meinte das Ordnungsamt auch. Aber was bitte kann da unsere Hausverwaltung dafür? Eben, nichts.
Nebenbei, ich sprach schon einmal, lange ist’s her, beim Innendienst vor. Sie hätten angeblich keine Befugnisse. Paragraph irgendwas, müsste ich ‘mal heraussuchen. Boahr, wie nervig!

