Der Bayerische Filmpreis 2002, Live-Gala aus dem Cuvilliés-Theater in München, sonderbar, wir haben doch schon 2003, heißt live nicht live oder wie, das läuft wohl schon seit 19 Uhr auf dem Dritten. "Mit einem Preisgeld von über 400.000 Euro zählt der Bayerische Filmpreis zu den begehrtesten und renommiertsten Auszeichnungen in Deutschland und Europa", warum nicht gleich der Welt? Was eine Dummlaberei, so ‘ne öde Veranstaltung, das hält man ja nicht aus, andauernd dieses Zwangsgeklatsche und was da für komische Leute auf der Bühne stehen, keine Ahnung, wer und so, oh, Heike Makatsch und Sönke Worthmann oder mit ö? – Die sehen aber sehr interessiert aus, sie guckt noch mal auf ihren Ausschnitt, na ja, langweilig. Und mehr und mehr Blabla. Da essen die Spaghetti in "Solino", lecker, da hätte ich super Lust ‘drauf, ‘habe auch ein paar Nüdelchen eingekauft, nur mit meinem Gebiss, da bleibe ich noch etwas bei Cerials. "Das neue Gesicht des deutschen Films", ‘habe ich noch nie gesehen und den Namen habe ich auch schon vergessen, ja, mit dem deutschen Film habe ich echt nicht viel am Hut. Nächsten Freitag werde ich wohl auch die Sneak Preview der Premiereneinladung vorziehen, die Absage sende ich gleich per Email, aber sehen will ich den eigentlich schon. ‘Werde ‘mal bei denen im Büro vorbeischauen, vielleicht. – Als ich von der Post kam, hatte das mit der Postident für ‘n neues Bankonto erledigt, kam mir der Franzose die Treppe runter entgegen, bah, pfuih, frisch aus dem Bett im Jogginganzug, abstoßend, hat auch nicht gegrüßt, was ein verdammtes low life. – Da steht so eine grauhaarige Afro-Amerikanerin auf der Bühne, welche extra für diesen Event aus den Staaten angereist ist und, neh, echt, haucht da herum, da wäre Playback ‘ne angenehmere Option gewesen, wie schlecht, oh wie grausam, in Hollywood hätte die ‘nen Stern und zig Grammys hätte sie gewonnen, den Song habe ich schon ‘mal gehört, wer sie ist, kein Plan. Das Bayerische Fernsehen hat noch nichts von Bauchbinden gehört. Und noch einmal ein Titel, nein, Gnade. Zurück zu dem Widerling nebenan, der war dann wieder duschen, ja, nichts Unnormales an sich, aber immer alles so laut und polternd, und singend, schlimm, uhhh. "Keep smiling, keep shining … in good times … that’s what are friends for", halt doch die Frese, danach wieder langer Applaus, na bitte, muss ja sein und irgendwie steht oder hängt da ein Mikrophon ganz ungünstig, da klatscht irgendjemand ziemlich dumpf. Alex Schulz immer mit dieser doofen Werbekappe auf, Fackelmann, hähh, Premiere war wenigstens noch ein Begriff. Was eine Rhetorik, der hätte das Vorlesen ‘mal besser üben sollen. Jetzt genug, nicht jeder ist so sche#sse, oh, "Halbe Treppe", das war ‘mal ‘ne gute Laudatio, Preis für Axel Prahl, bester Hauptdarsteller, sicher verdient, der Film war so erschreckend authentisch, netter Kerl.

