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Welcome To Collinwood

Archivist • Samstag, 31. August 2002 000 Uhr • Category: Backup,Filme

Welcome To Collinwood Irgendwo in Cleveland, Collinwood nennt sich das Örtchen, irgendwann zwischen heute und gestern. Ein Bild des Jammers, die fünf Gestalten an der Bushaltestelle: Pero (Sam Rockwell), ein sich zeitweise überschätzender Amateurboxer, der mit seinem Teil ein Fitnesscenter aufmachen will, Leon (Isaiah Washington), welcher eine sehr hübsche verlobte Schwester hat, mit welcher der Nichtnutz Basil (Andrew Davoli), ein weiterer richtiger Loosertyp, anbändelt. Weiter Riley (Macy), ein alleinerziehender Papi, welcher unbedingt $1.000 benötigt um endlich seine Frau aus dem Knast zu lösen, Toto (Jeter) nicht zu vergessen, der alte Kleinganove, dessen Leben im Grunde auch für die Katz war. Soweit das erste Bild zum Ende des Filmes hin. Passiert war Folgendes:

Cosimo (Luis Guzman) wird nach einem versuchten Autodiebstahl eingelocht, genauer, weil er sich so saumäßig dämlich angestellt hat, dass es nicht mehr witzig ist. Der hellste ist er eh nicht, "Deine Mutter ist eine Hure", so seine Standardbeschimpfung, seine war eine. Von seinem Zellenkameraden, der lebenslänglich hat, lässt er sich erzählen, was sein großer "Bellini" sein könnte, das größte Ding überhaupt. Der Safe in einem Pfandleihhaus, der muss dran glauben. Aber wie sollte er das anstellen, drei Jahre hatte er aufgebrummt bekommen, seine Freundin Rosalind (Patricia Clarkson) hat die Aufgabe ihm einen "Mullinski" zu besorgen. In einer Schuhschachtel hatte er noch $15.000, die sollte derjenige erhalten, der die seine Schuld auf sich nehme. Jedoch gestaltete sich die Suche nach dem Sündenbock nicht ganz einfach, bald war es nicht mehr sein Job, nein jeder wusste von Cosimos’ "Bellini". Pero meinte dann später zwar statt für Cosimo die Zeit hinter Gittern abzusitzen, tat das aber nur (so lange) um zu erfahren, was denn das große Ding sei.

Auch der an den Rollstuhl gefesselte alte Safeknacker Jerzy (George Clooney), auf den die Polizei weiterhin eine Auge hat, will ein paar Dollar für seine technische Unterstützung. Es geht also weiter, Pero macht sich an das Hausmädchen Carmela (Jennifer Esposito) ran, die plötzlich in die bisher direkt neben der Pfandleihe angrenzenden Räumlichkeiten eingezogen ist, verliebt sich jedoch. Cosimo nimmt die Gelegenheit wahr dem Gefängnis zu entkommen, nachdem ein Wärter wohl etwas in den falschen Hals bekommen hatte. Rächen will er sich an Pero, dass der ihn so gelinkt hat. Letztendlich wird der total betrunkene und richtig abgefuckte Cosimo von einem Fahrzeug aus dieser düsteren Welt, dieser armen Gegend, ins Himmelreich entführt. Rosalind will fortan nichts mehr mit der ganzen Sache zu tun haben, Pero schmiert den Typ von der Polizei mit dem Geld aus der Schuhschachtel, dann versuchen sie den Raub durchzuziehen, was in einer Explosion endet und diese Verlierer sind mehr pleite als vor der ganzen Geschichte.

April 2001 wurde in Ohio mit einem Budget um die 10 Millionen Dollar angefangen zu drehen, die beiden Russos führten Regie. Warner Brothers haben sich des Streifens angenommen, in Deutschland, ja, die gibt es noch, kümmert sich Kinowelt um den Filmverleih dieses komödiantischen Krimis.

— Es ist wieder dieses, mein Gott ist das Alles witzig. Aber in diesem Fall sind es nicht wirklich die Figuren, welche einen Gag nach dem anderen in die Menge werfen, nein, das sind echte tollpatschige Verlierer, bei denen einfach Alles schief läuft und das soll der Witz sein, den ein großer Teil des Publikums unverständlicherweise auch noch witzig findet. Es zieht sich 82 Minuten, viel zu lange. Wann spielt das Ganze, keine Ahnung, man weiß es nicht. Kann sich der Zuschauer mit irgend einer Figur anfreunden, auch nicht wirklich, zu viele spielen ihre eher mäßige Rolle. Und Georg Clooney tritt nur auf, weil seine Produktionsfirma involviert ist. Zusammengefasst: Der Film ist vor allem von der Handlung her schlecht und schlecht und schlecht und nur low lifes bringen den nötigen Humor auf, um sich hieran zu erfreuen.

Cinema Sneak Preview: 30.08.’02
Offizieller Kinostart D: 17.10.’02

 

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