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Geh zu Hause Du alte Scheisse

Archivist • Freitag, 28. September 2001 1952 Uhr • Category: Backup

… toent es gegen 18h aus dem Zelt hinter uns. Wiesn-Treff hatten wir ausgemacht, das dauerte, Puenktlichkeit waere auch ‘mal schoen. Die Massen druecken aus dem Portal der U-Bahn Haltestelle der U4/5, ein alter Mann laeuft mit einem Pappschild auf dem Ruecken umher und sammelt Unterschriften fuer irgendein Buergerbegehren. Angenehmes Wetter, ein paar huebsche Maedels in netten Dirndl blicken suchend hervor. – Zwanzig Minuten spaeter: "Ich wusste, dass Du so ‘ne Frese ziehen wuerdest" – Ja, ist es mir denn zu verdenken, zwanzig Minuten mit einem kindischen in Lederhosen gekleideten Bubi, der andauernd "wir sind aber puenktlich und die nicht" von sich gab. Dann sind wir auch auf direktem Weg zur ersten Mass dieses Jahr, ohne reservierte Plaetze auf der Empore: Schuetzen-Festhalle, Reihe 2. Diese Uftahtah-Uftahtah-Musi, "Prosit", nuechtern nicht zu ertragen, runter mit. Zur zweiten Mass ein halbes Hendl, um 19h war unser Grueppchen auch komplett. Ziemlich unkommunikativ dieser Lautpegel, das Loewenbraeu geht runter wie Spuelwasser, ‘war noch nie ein Freund des Bieres, muss halt. Ausschauhaltend beim Streifzug zu den restrooms entdeckte ich meine Kollegen aus der Technik, am 12.10. sind wir zum geselligen Beisammensein verabredet. Etwas smalltalk, spaeter kam eine alte Kollegin vorbei, die bis Donnerstag in NY gewesen war und 15 Minuten vom WTC wohnte. Man versprach sich zu mailen und sie zur Firmenweihnachtsfeier einzuladen. Spaeter wurde es, wir huepften bescheuert auf den Baenken, ein neuer Kollegen krachte nun schon zum zweiten Mal rueckwaerts auf den Nachbartisch und ich bezahlte schon wieder eine Mass, die irgend jemand bestellt haben soll. Die erste 25er Packung war laengst weggeraucht, das Licht geht aus und 10 vor 23h ging’s raus, Treffen vor dem Schiesstand mit dem Rest aus dem Schottenhammel, weiter ging’s in’s Kaefer, die TVM-Andrea hatte ihre Truppe verloren. Flirt hier, Flirt da, und wieder ‘n Kollege von ‘ner anderen Firma, der war schon das vierte Mal dieses Jahr, irre. Kurz vor 1h war unsere Gruppe verstreut, mit ‘ner Freundin ging’s zur U-Bahn, zehn Minuten spaeter waren wir daheim, lecker was kochen. Nein, dann haben wir uns doch nich’ mehr im P1 wiedergesehen, auch die Ally McBeal Party im Pacha haben wir links liegen gelassen. Denn eigentlich sollte man ja arbeiten, dann doch nich’, gegen 9h ‘ne mail geschickt, ‘wuenschte viel Spass beim Schaffe’ – Am WE sieht man sich wieder, diesmal etwas fahren, es ganz ruhig angehen lassen … Verhaeltnismaessig leer war’s schon, ‘mal guck’n wie’s die naechsten Tage aussieht, die Sonne meint’s gut mit uns.

 

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