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Früher Feierabend – Ein Produkt von Lufthansa

Null Kommentare Ronny Roger • Mittwoch, 26. August 2009 1239 Uhr

——– Original-Nachricht ——–
Betreff: Nach Berlin? Nö. – Liebes Lufthansa-Team, vielen Dank für 2 Stunden Frankfurt/Main.
Datum: Tue, 21 Jul 2009 23:29:20 +0200
Von: [...]
An: Deutsche Lufthansa AG <feedback.germany@dlh.de>

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen 10 nach 5 heute Nachmittag klingelte mein Telefon. Es war [...], welche ihre Termine schneller hinter sich gebracht hatte als geplant und sich wenige Minuten vor ihrem Anruf bei mir noch darüber freute früher zurück nach Hause zu kommen, extra Freizeit sozusagen.

Nur doof, dass sie diese freie Zeit auf dem Frankfurter Flughafen verbringen musste. Doch der Reihe nach.

Frau ****** fliegt gerne und oft mit der Lufthansa, insbesondere auf der Strecke Berlin-Frankfurt. Weil heute, am Dienstag, den 21. Juli 2009, kein Flug gegen 18 Uhr – wie sonst etwa die LH 190 – angeboten wurde, hoffte sie noch den LH 188 zu erwischen, was ihr tatsächlich gelang.

Sie marschierte also gegen 17 Uhr direkt zum Gate, um in Erfahrung zu bringen, in wie weit die Maschine ausgebucht sei. – Es sind ausreichend Sitznummern frei, huchje. Aber mitnehmen würde man sie trotzdem nicht.

Wir fassen zusammen: Frau ****** steht am Gate, mit einem Lufthansa-Ticket in der Hand, der Flieger wird pünktlich abheben, es sind zahlreiche Plätze frei, eine Stunde später könnte sie in Berlin landen. Könnte. Wie bitte?
Nein, weil ist nicht. Frau ****** wurde kundgetan, dass sie vorher draußen am Schalter den Flug umbuchen müsse. Ausnahmen wären keinesfalls möglich. Wegen der “Krise”, argumentierte die Lufthansa-Mitarbeiterin. Ob die Dame damit die Midlife-, Arcandor- oder gar Koalitionskrise meinte, Frau ****** interessierte sich in diesem Moment weniger für die Details einer ominösen “Krise”, sondern eher wie sie zügig zurück nach Berlin gelangt. Außerdem ginge das nicht, fügte die Dame mit dem goldenen Kranich hinzu, weil sie kontrolliert werden würde und dies außerhalb ihrer Entscheidungskompetenz läge. Aha.

Nun ist es schon so, dass mir persönlich sehr wohl ein paar nachvollziehbare Gründe einfallen, warum eine deutsche Fluggesellschaft auch im innerdeutschen Flugverkehr auf die vorgeschriebene Bürokratie pocht. In diesem Fall dagegen vermochte die Lufthansa-Mitarbeiterin der Lufthansa-Kundin nicht einen einzigen plausiblen Grund mitzuteilen, warum dieser die Beförderung mit der nächsten Verbindung versagt wurde.

Die Dame von der Lufthansa hätte auch einfach sagen können, dass ihr die Haarfarbe oder die Stiefel der Frau ****** nicht passen. Dies wäre zumindest einleuchtender gewesen, als die “Krise”.

Das Prozedere sei nämlich folgendes: Erst soll Frau ****** wieder raus an den Lufthansa-Schalter, an den Check-In. Dort müsse der Flug umgebucht werden. Weil sie dies aber zeitlich nicht schaffen würde, eine Umbuchung am Gate trotz Kreditkartenbuchung unmöglich sei, die Nachzahlung am Zielflughafen ebensowenig, muss sie eben warten.

“Ganz schön gemein”, darf ich Frau ****** zitieren.

Sie ist danach wirklich zum Check-In, wo sie erfuhr, dass eine Umbuchung spätestens 40 Minuten vor Abflug möglich sei.
Frau ****** suchte sich sodann einen Buchladen. Als sie später nochmals für den Flug LH 192 die Sicherheitskontrolle passierte, durfte sie gegenüber dem Sicherheitsdienst mehrmalig den störischen Kundenservice der Lufthansa als Grund anführen, warum sie raus und wieder rein ist.

Tja, verehrte Lufthansa, bei Frau ****** haben Sie heute in Sachen Reputation eine erhebliche Partie eingebüßt.

Leider konnte ich Frau ****** auch nicht erklären, warum das so gelaufen ist wie’s gelaufen ist. Vielleicht finden Sie ein paar Minuten um sie über das Warum und Wieso aufzuklären.

Sie erreichen Frau ****** unter unten genannter Postadresse, via Fax an [...] oder alternativ via E-Mail [...]. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
[...]

weiter …

 
 

The Informers

Null Kommentare Ronny Roger • Mittwoch, 26. August 2009 1021 Uhr

The Informers Klärt mich bitte jemand auf, was es mit diesem Film auf sich hat?

Jung, hip, cool, Party, Geld scheint keine Rolle zu spielen. Doch mit einem dicken Bankkonto und ‘nem 0815-Katalog-Model-Look ist man offensichtlich noch lange nicht gegen den plötzlichen Tod gefeit, insbesondere wenn dieser als Oldtimer Cabrio daherkommt.
Der Streifen erzählt von ein paar Stylern, deren Umfeld, und dem eintönigem Dasein derselben, wo Fickificki sowie Gruppensex an der Tagesordnung ist. Obendrein haut man sich von früh bis spät ordentlich die Birne weg, sei es nun mit Gras oder Alkohol. Langweilig.
Was ich jedoch nicht einzuordnen vermag, ist das um den Doorman herumgesponnene Kapitel, womit ich genau so viel anzufangen weiß wie mit ein paar Inline-Skates am Sandstrand. Und was es mit ihrer sonderbaren Krankheit auf sich hat, dies ging ebenfalls vollends an mir vorbei. Meine Aufmerksamkeit ließ wohl zu Wünschen übrig.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr [2007] eine US-Filmproduktion in Auftrag gegeben. Die finanziellen Verplichtungen hieraus belaufen sich auf ca. EUR 15,0 Mio.

Fazit: Liebe Senator Entertainment AG, verehrter Marco Weber, wenn Ihr Euch schon in Hollywood versuchen müsst, dann produziert doch bitte das nächste Mal was Gscheites. Dieser Film ist sein Geld jedenfalls nicht wert. – Nicht sehenswert.

What’s that gonna fix? Is that gonna help her?

 
 

Franklyn

Null Kommentare Ronny Roger • Dienstag, 25. August 2009 2026 Uhr

Franklyn Schade ‘drum – das war ein Schuss in den Ofen.

Interessant und vielversprechend startet der Streifen, wankt, schwankt, hin und her, gibt ein Stück der Geschichte preis, hält inne, plätschert weiter und dem Zuschauer ist nicht wirklich klar, wo das enden wird. Ganz im Gegenteil, nicht einmal der Anfang ist bekannt.
Dies kommt einem ziellosen Herumirren gleich, genauso wie es die fremden Rollen des Filmes tun.

Die Stimmung ist düster, andersweltig. Letztlich stellt sich leider heraus, dass wir schlicht durch die Scheinwelt dreier psychisch kranker Charaktere waten und bevor die Erzählung beginnt, in Fahrt kommt, müssen wir feststellen, dass wir bereits das Ende erreichten.

Zeitverschwendung, definitiv.

 
 

Internetwache: Strafanzeige

Null Kommentare Ronny Roger • Dienstag, 25. August 2009 1627 Uhr

[...]

Was ist passiert:

Ich erhielt eine E-Mail. Diese E-Mail ist unerwünscht.

Als Absender der E-Mail gibt sich eine gewisse Psyma Group AG aus.

      Psyma Group AG
      Fliedersteig 17
      90607 Rueckersdorf
      Tel. 0911 9957-432
      Fax 0911 9957-433

      Psyma Research+Consulting GmbH
      Nürnberger Str. 103
      91207 Lauf an der Pegnitz
      Tel. 0911 99574-90
      Fax 0911 99574-99

      Matthias Fargel, Bernd Wachter, Ralf Maser

Versendet wurde die E-Mail durch einen professionellen Datenhändler.

      Schober Information Services GmbH
      Max-Eyth-Strasse 6-10
      71254 Ditzingen
      Tel. 07156 304-0 /-328
      Fax 07156 304-369 /-572

      Schober Information Group (Schweiz) AG
      Bramenstrasse 5
      CH-8184 Bachenbülach
      Tel. +41 44 864-2211
      Fax +41 44 864-2323

      Klaus Schober, Dr. Ulrich Kahle, Michel Bogen, Christoph Morach,
      Arnold Steinke, Stefan Trabert, Thomas Vogt, Dr. Reto Ruoss

Wie ich festzustellen vermochte, erhielten Schober und Psyma meine Daten von einem Firmenkonzern, bei welchem ich vor ein paar Jahren ein Tagesgeldkonto führte.

      KarstadtQuelle Versicherung AG
      Karl-Martell-Str. 60
      90431 Fürth
      Tel.: 0911 148-1873
      Fax: 0911 148-1667

      KarstadtQuelle Versicherung AG
      Nürnberger Straße 91-95
      90762 Fürth
      Tel. 0800 6669000
      Fax: 0800 7011111

      Peter Martin Endres, Dr. Jörg Stoffels, Dr. Randolf von Estorff,
      Dr. Clemens Muth

Weder besteht aktuell eine un-/ oder regelmäßige Geschäftsbeziehung zu irgendeinem der oben genannten Unternehmen noch lag jemals ein ausdrückliches Einverständnis meinerseits vor, eben meine persönlichen Daten – die einzig mir gehören – zu missbrauchen, zu verkaufen oder mich gar mit virtuellem oder Müll in Papierform zu belästigen.

Hier liegen zweifelsohne zahlreiche Verstösse gegen Bestimmungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sowie des Bundesdatenschutzgesetzes wie u.a. aus den §§ 3, 4 Nr. 11 UWG und dem § 33 Abs. 1 BDSG ersichtlich, vor. Desweiteren geht der vorliegende Strafbestand nach § 44 Abs. 1 BDSG über eine Ordnungswidrigkeit nach § 43 BDSG hinaus.

Außerdem ist die Zusendung von unerwünschten E-Mails sitten- und damit wettbewerbswidrig (BGH, AZ: I ZR 81/01) bzw. nach der geltenden EU-Richtlinie 2002/58/EG schlicht illegal.

Um den Absender der Spam-E-Mail zu verschleiern, wurde diese übrigens über einen Server in Tschechien verschickt, jedoch via Schweizer Domain, so dass eventuell zusätzlich das eidgenössische Fermeldegesetz greift, welches den Versand von Spam verbietet.

Ich beantrage also, die Strafsache zu verfolgen und in der Folge die verantwortlichen Kriminellen aus dem Daten-Verkehr zu ziehen.

[...]

weiter …

 
 

District 9

Null Kommentare Ronny Roger • Dienstag, 25. August 2009 049 Uhr

District 9 20 Minuten später, was ein Schund!

Also, der Film dreht sich um Aliens, um richtig hässliche Aliens. Eines Tages taucht ein UFO auf. Nichts passiert, außer dass es dort wie angetackert über Johannesburg in der Luft schwebt.
Auf öffentlichen Druck hin wird sodann das Raumschiff gestürmt, die Millionen von Aliens landen in einem Slum. Das geht natürlich nicht lange gut und deshalb wird entschieden, die Außerirdischen in ein abgeschirmtes Lager weit außerhalb und abseits der Zivilisation zu verfrachten. Mit der Aufgabe der Umsiedlung wurde ein private paramilitärische Truppe beauftragt, der es, wie man liest, jedoch eher um die unbekannten Technologien als um das Wohlergehen der Flüchtlinge geht.

Wie dem auch sei, es spielt keine Rolle, weil nach gut 20 Minuten stieg ich aus. Der Film ist billig, die Viecher widerlich, die Macher offensichtlich ein Haufen Idioten. Absolut gräßlich.

 
 

State of Play

Null Kommentare Ronny Roger • Montag, 24. August 2009 1504 Uhr

State of Play Hab’ ich gesehen und für gut befunden.

Intrigen, gemischt mit einer ordentlichen Portion und gar nicht abwegigen Weltverschwörungstheorien, dazu ein paar spooky anmutende Szenen, ein alter Haudegen kombiniert mit einer jungen ehrgeizigen sowie besserwisserischen Tussi, mehr als minder absehbare Wendungen, voilà, fertig ist der politisch angehauchte Krimi-Action-Thriller.

Die Geschichte dreht sich um einen Kongressabgeordneten, welcher es sich zur Aufgabe machte, gegen die gefährlichen Machenschaften eines paramilitärischen Konzerns ins Feld zu ziehen, die Ermittlungen leitet, und sich nebenher auf ‘n Techtelmechtel mit einer Angestellten einlässt, wobei sich nach deren dubiosen Tode herausstellt, dass’e tatsächlich ein von dem privaten Sicherheitsunternehmen engagiertes leichtes Mädchen war.

Den Streifen hat jeder schon ‘mal gesehen, 100 Pro, wenn auch in anderer Konstellation und anders verpackt, aber mit demselben Strickmuster. – Eigentlich erwartete ich, dass sich der Senator kurz vor dem Showdown im Büro die Kugel gibt. Aber gut, dass wäre wohl dann doch zu absehbar gewesen.

 
 ad lunam retroque 
© Ronny Roger  Dich krieg'n'wa auch noch!