PO Box W427
Wood’s Centre, St. John’s,
Antigua & Barbuda
West Indies
Nu’ is’ aba ‘mal gut. Seit einigen Wochen überschütten mich diese A#schlöcher von der International Gaming & Entertainment Ltd. mit Spam E-Mails. Echt frech, dann wagen die es zudem mich einfach zu duzen, obwohl ich die garnicht kenne.
Gratis Hotline: 00800 4433 4455
E-Mail: casino@intertops.com
Also habe ich da jetzt ‘mal angerufen, eine Dame mit stark südlich-ausländischem Akzent beantwortete das Telefon. Offenbar kauften sich die Intertops-Spammer ebenfalls ‘mal ‘n paar silberne Adress-Scheibchen. Auf einer müssen dann wohl meine Daten mit drauf gewesen sein, inklusive der über sieben Jahre alten Münchener Adresse in der Richard-Wagner-Straße. Sie versprach mich komplett aus dem System zu nehmen. Wehe nicht.
Scho’ ‘ne ganze Ecke weg und dort in Steglitz gibt’s unglaublich viel alte Leute. Ein 500g-Schälchen Erdbeeren kostet auf’m Markt 3,40 Euro, falls es interessiert. Ob die gelben Nüsschen im Fruchtfleisch vergoldet wurden?
Und so ‘mal schnell von der S-Bahn die paar Meter zur Polizeidirektion 4 laufen, das war nicht. Ich nahm dann doch lieber den Bus.
Apropos S-Bahn. Als ich mich vorletzte Woche zum Hauptbahnhof bewegte, fuhr die S-Bahn von der Yorckstraße über den Anhalter Bahnhof bis zum Potsdamer Platz ohne Licht in den Passagierwagen. Wohl ‘ne ziemliche Schlafmütze der Zugführer. Und wo wir gerade bei Bahn-Bediensteten sind, heute sichtete ich ‘mal wieder ein paar megagelangweilte Kandidaten.
Also, die eine dicke Tussi in orangenem Warnschutz mit gründgelber Warnweste obendrauf stand neben dem Gleis, wo der Zug in den Bahnhof reinkroch, bei Tageslicht, Tunnel ist in die andere Richtung. Wenn dann ein Zug kommt, pustet sie einmal in ihr Horn. Auf der anderen Seite des Bahnhofes guckt ebenfalls ‘n dicker Typ, was für Züge einfahren, denn es könnte ja sein, dass ein Geisterzug kommt. Außerdem stehen nochmal zwei dicke Männer auf dem Bahnsteig herum. Auch die gucken nach der S-Bahn. Warum der Aufwand? Weil neben dem Gleis ‘n Heini in Zeitlupe durch so’n Messding guckt. Ich weiß gerade nicht, ob ich die um ihren Job beneiden oder bemitleiden soll. Sicherheit schön und gut, das aber is’ total albern.
Wochenende ist Pfingsten, daran wurde ich soeben erinnert, ergo Montag Pfingstmontag, Feiertag. Das heisst, wir müssen uns in die Supermärkte stürzen und alles mitnehmen, was wir irgendwie tragen können, weil nach Pfingsten gibt’s nix mehr. Ick freu mir.
Muss ich das verstehen? Wenn ‘mal jemand ein paar Minuten ohne Parkschein oder im Halteverbot steht, gibbed gleich ein Knöllchen. Wenn jedoch der Senat, die Stadt, im großen Stil ein Verkehrschaos initiiert, will keine Behörde von einem verkehrsrechtlichen Verstoß oder einer klar strafbaren Ordnungswidrigkeit wissen. Wie getippt, hier ist nicht von einem kurz rechts halten die Rede, sondern von einer zweifelsohne erheblichen Behinderung des Straßenverkehrs. Und damit verbunden eine Gefährdung bzw. Störung des Gemeinwohls.
Ich war nämlich vorhin im Graefekiez, schaute in der Werkstatt vorbei. Natürlich haben die heute keine Zeit, so dass ich das Fahrrad hier wieder aus dem Kofferraum nehmen durfte. Den Kat brachte ich in den Keller. Dann muss ich da ‘mal einen Termin nächste Woche ausmachen, wann auch immer das Auto wieder da ist.
Halb 8 war es, als ich losfuhr. Die Kreuzung Mehringdamm/Gneisenau-/Yorckstraße war teilweise für mehrere Ampelphasen komplett dicht. Weil die Leute, gefrustet wie alle anderen auch, trotzdem auf die Kreuzung fahren, obwohl dort bereits alles steht, Stoßstange an Stoßstange, und somit wirklich garkein Auto mehr vorbeikommt.
Beim Bäcker war übrigens Viertel nach 8 auch Stau, aber der löste sich schneller auf. Bin ich froh, dass ich mich zu diesen Zeiten nicht durch den Berufsverkehr quälen muss.
Stimmzettel
für die Wahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments am 7. Juni 2009
im Land Berlin
Gestern landete mein Wahlschein im Briefkasten. Am 7. Juni bin ich im Ländle bei ‘ner Hochzeit und werde von daher sicherlich in keinem Berliner Wahllokal vorbeischauen. Beim Öffnen des Altpapier-Umschlages Amtliche Wahlsache schnitt ich gleich noch die Lasche des blauen Stimmzettelumschlages für die Briefwahl mit ab.
Die Wahl ist geheim. Schön und gut, nur wen soll man wählen? Eigentlich ist’s doch eh völlig wurscht, weil ich vom Europaparlament, wo ohnehin ausschließlich unsere auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene versagten bzw. ausgemusterten und abgeschobenen Politiker landen, sowieso nix halte.
Ich weiß zumindest, wen ich nicht wähle: Die SPD, welche sich nicht einmal eine g’scheite Werbeagentur für ihre Wahlwerbung leisten mochte. Nö, die sicherlich nicht. Das dämlichste Wahlplakat ist ja wohl der Fön, oder? Direkt gefolgt von dem 50-Cent-Stück. Kajo Wasserhövel findet’s gut. Die BUTTER. Agentur für Werbung GmbH sowieso, weil auf deren M#ist ist diese Kampagne ja gewachsen.
Meiner Ansicht nach hat sich die SPD damit eher ‘n Eigentor geschossen.
Wen haben wir noch, Grüne. Nö, diese arroganten Schnösel Trittin und Fischer konnte ich noch nie leidern. CDU, von der Leyen und Konjunkturpakete? Mmh, dagegen.
Momentan tendiere ich, damit der Bürgerpflicht genüge getan ist und die Stimme nicht verloren ist, zu den Piraten. Oder gar die FDP, um die es so ruhig ist? – Vielleicht sollte ich ‘mal diesen Wahlometer anwerfen.
Da machte ich also einen Schrotthändler aus, welcher ‘n alten Katalysator auf Lager hat, einer der angeblich passt, die Schlüsselnummer wurde verglichen. Mit Herrn E. von meiner neuen Werkstatt sprach ich vorgestern, die bauen den ein. Natürlich erreichte ich dort heute Niemanden mehr, telefonisch ist’s eh immer a bissl schwierig. Jedoch sprach ich mit einer Dame von ‘nem anderen Standort, welche meinte, dass die wahrscheinlich ab 7 Uhr in der KFZ-Werkstatt seien. Mal gucken, ob ich das so früh schaffe.
Autoverwertung Berk GmbH
Gehrenseestraße 42A
13053 Berlin
Die Hinfahrt war schon echt anstrengend. Weiß’d, plötzlich steht da vor Dir ein Auto und Du kannst nur noch auf die Bremse latschen. Echt gefährlich, weil nix vorwärtsgeht. Aus 26 Minuten laut Google Maps wurde eine Stunde. Und weil das Navi keinen Buchstaben zu ‘ner Hausnummer kennt, stand ich irgendwann unter einer Brücke, bei der “42″. Die “42A” jedoch befand sich auf der anderen Seite, heisst die Einbahnstraße lang, wieder rauf auf die Hauptstraße und über die Brücke.
Dort angekommen fragte ich mich, tja, wo parken? Da standen zwar überall Autos herum, nur ohne Kennzeichen. Ich bin dann rückwärts rein und hielt vor’m Büro. 150,- Euro blätterte ich für den Kat hin, so’n verrostetes Ding, keine Ahnung warum die Teile so s#uteuer sind. Barzahlungsrabatt wollte er mir nicht einräumen, so dass ich die Quittung vom Block, ohne Steuernummer, ausgewiesener Mehrwertsteuer, nicht einmal Firma und Adresse stand drauf, in einen ordentlichen Rechnungsbeleg umtauschte. weiter …
Haha, wie lustig. Ich bin erst garnicht an die Tür, als es klingelte, lauschte jedoch später dem Gespräch im Treppenhaus. Meinen Nachbar gegenüber, den Drehbuchautor, hat’s erwischt. Und die Dialoge waren einfach herrlich.
“Sie haben doch sicher nichts dagegen Geld zu sparen?” und so. Letztendlich lief es immer wieder darauf hinaus, dass der näselnde Drücker von der E WIE EINFACH Strom & Gas GmbH nach der aktuellen Stromrechnung von Vattenfall verlangte, mein Nachbar aber beharrlich blieb und diese nicht rausrückte. Zehn Minuten später gab der penetrante Drücker endlich auf und versuchte es beim Nächsten einen Absatz tiefer.
© Ronny Roger
₰
Dich krieg'n'wa auch noch!