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Ken Park

Null Kommentare Archivist • Donnerstag, 17. Juni 2004 000 Uhr

Ken Park Visilia, ein Vorörtchen, gelegen zwischen Los Angeles und Fresno, Kalifornien, USA. Es ist ein sonniger Tag, dies ist Ken (Adam Chubbuck). Ken ist minderjährig. Ken hat ganz viele Sommersprossen und orangene Haare. Er sieht nicht besonders intelligent aus, er ist, seien wir direkt, einfach hässlich. Ken hat seine Freundin geschwängert und die will keine Babymörderin sein. Ken ist Skater. Ganz viele Jugendliche in Visilia sind ganz flott auf dem Board unterwegs. Um ihn herum Halfpipes. Ken macht sich’s dazwischen gemütlich, oben auf ‘ner Kuppe, zwischen all den anderen herumrollenden Jugendlichen. Aus seinem Rucksack zieht er eine alte Videokamera, er richtet sie nach oben aus, sein Profil im Sucher, Ken Park auf Video. Die Pistole. Keiner kümmert sich, keiner schaut her. Er setzt die Pistole an seine Schläfe.

Visilia, geradezu ein Eldorado für schräge und total normale Jugendliche, mit ihren schlimmen Familien. Shawn (James Bullard) ist einer davon. Weil Voice Over heutzutage ganz in ist, stellt er sich und den Rest jetzt vor:
Shawn ist total triebgesteuert, voll geil. Er besorgt ihr’s, gerne und oft, dieser blonden und ziemlich attraktiven Hausfrau (Maeve Quinlan), während die kleine Tochter Zoe (Zara McDowell) unten einen Meter vor’m Fernseher sitzt, Soft-Erotic im Programm, und bunten Stringtangas zuschaut, Kindergarten ist nicht. Bob (Bill Fagerbakke), der Ehemann von Rhonda, mag zwar ahnen, dass irgendwas nicht stimmt, was, das weiß er nicht. Lieben tut ihn seine Frau dennoch, auch wenn er ‘nen Kleineren hat als ihr junger und unerfahrener Vibratorersatz. Wenn Shawn nicht gerade die Mutter seiner Freundin Rebekah (Ashley Crisp) leckt, dann fällt er über seinen kleinen Bruder her und lässt den erst in Ruhe, wenn der sagt, dass er ihn liebt. Ist natürlich gelogen. Und manchmal sitzt er mit der ganzen Family beim Abendessen, mit Bob und den drei Hübschen und weiß nicht was er sagen soll.
Claude, so’n halbes Hemd (Stephen Jasso), hat’s nicht so mit Gewichten heben. Er schneidet lieber seiner hochschwangeren und kräftig rauchen- & saufenden Mami (Amanda Plummer) die Zehennägel. Skaten tut er auch ganz viel der Claude, nur nicht gerade wenn sein böser Papi (Wade Williams) das Skateboard zu Sperrholz zertrümmert hat. Claudes Vater, der ist Alkoholiker und Arbeit hat er ohnehin nicht, mag’s nämlich nicht, wenn der Sohn so schwul herumskatet und abkönnen tut er außerdem nicht, dass der Claude andauernd Marihuana raucht. Deshalb, total frustriert weil ihn Niemand lieb hat, schleicht sich Papi nachts ins Zimmer seines Sohnes um etwas an dessen Pipimann zu spielen. Dass Claude nach dem nächtlichen Überfall seine Sachen packt, das versteht die Mami dann überhaupt nicht.
Kommen wir zu Peaches (Tiffany Limos). Peaches ist eine richtige Nymphomanin. Sie braucht es, von oben, unten, hinten, wie auch immer, Sex, Sex, Sex, kinky, alles ist recht. Gut, dass Shawn und Claude auf wilde Dreier stehen. Ficken, Stellungswechsel, Ficken, kurz was labern, Ficken, was ein Teenagerleben. Blöd ist aber, dass der Papi (Julio Oscar Mechoso) ein bibeltreuer wie religiös-fanatischer Irrer ist, welcher über den Tod von Peaches Mutter nie hinweggekommen war. Er trauert und trauert und besucht tagtäglich das Grab seiner Frau. Wenn er nicht gerade in der Vergangenheit schwelgt, im Photoalbum blättert, schlägt er auf irgendeinen Freund, hier: Curtis (Mike Apaletegui), von Peaches ein, den diese an’s Bett gefesselt hatte oder heiratet ‘mal so einfach vor’m Heimaltar eben seine Tochter, weil die eben genauso hübsch ist wie’s die Mutter einmal war.
Der letzte in der Runde. Tate (James Ransome). Tate ist ein kleines krankes psychopatisches A#schloch. Er wohnt unter dem Dach seiner warmherzigen, den undankbaren Enkel liebenden Großeltern. Wenn Tate nicht gerade seinen dreibeinigen WauWau, die Oma oder den Opa ankläfft, dann nimmt er sich den Bademantelgürtel, knotet den an den Knauf seiner Zimmertür und schlingt das andere Ende um seinen Hals um sich die Luft abzudrücken während im Fernseher Damentennis läuft und er sich eifrig einen rubbelt. Danach meuchelt Tate seine Großeltern nieder, springt also nackig auf deren Bett, sticht mit dem Küchenmesser erst auf Opa (Harrison Young) ein, wobei Oma (Patricia Place) aufwacht, welche als nächstes dran glauben muss.

Und nun, folgend, das ist die ganze Geschichte (fetter Spoiler): Ken Park drückt ab, knallt sich ein Loch in den Schädel, rot spritzt es, es fließt, was eine Blutlache.

Larry Clark hatte die Idee zu diesem europäisch finanzierten, von u.a. Cinéa und Kees Kasander amerikanisch-französisch-niederländisch koproduzierten, und in 40 Tagen 2002 abgedrehten Dramas bereits ‘88. Das Drehbuch schrieb Harmony Korine, zweiter Mann hinter der Kamera: Ed Lachman. Premiere war am 31.08.’02 auf’m Telluride Film Festival. Nebenbei bemerkt, die Österreicher haben es hinter sich, dort startete der Film bereits am 31. Januar letzten Jahres. In den Staaten und England lief der kontroverse Low-Budget-Streifen bislang noch nicht. Dagegen war er in Frankreich ein voller Erfolg. In Australien landete er auf’m Index, die Kopie auf dem Sydney Film Festival wurde beschlagnahmt. Bei uns im Verleih der Independent Partners aus Berlin.

— Lust auf Penis? Das ist fast alles, was dieser dermaßen widerlich-abstoßende Film zu bieten hat. Die Filmemacher zeigen dies, was man herkömmlich bildlich nicht sah und eben auch nie sehen wollte, man hätte vorgewarnt werden müssen: Überdimensionierte Portionen an Geschmacklosigkeiten. Sei es die rohe Gewalt, hemmungslose Aggression, aber eben vor allem: Penis. Mal ein schlaffer Schniedelwutz, dann ein pullernder Pimmel, dann wieder ein ejakulierender Lümmel. Die Sexszenen sind nicht gefaket. Auf der Leinwand finden sich junge Laienschauspieler beim Pimpern, Poppen, Rammeln, oder sie lassen sich den Lurch würgen oder gar die Nüsse aus der Palme durchschütteln. Die Sache ist einfach die: Larry Clark ist tatsächlich, hier, dieser Streifen, ist der Beweis, ein Perversling, entwicklungstechnisch steckengeblieben zwischen Pubertät und Berufung als Hardcore-Pornodarsteller. Würde doch ein perfektes Duo mit Tiffany Limos abgeben! Dies ist eine simple Feststellung, Fakt.
Wie und was, das ist nur die eine Seite, im Übrigen, schade, dass es dieser Müll überhaupt nach Deutschland geschafft hat. Es ist wieder einmal ein absolut sinnfreies Movie ohne jegliche Existenzberechtigung. Basieren tun die Rollen der vier Hauptcharaktere auf ein paar ganz echte Bekannte des Regisseurs, oh wie toll, von so ‘nem Gulli scheint eine unglaubliche Anziehungskraft auszugehen.
Was ist hier los? Verständnislose Eltern, verzogene Jugend, na und, gibt es. Weiter was? Ja was denn? Nichts. Die Skateboards sind Schuld. Offen bleibt, in welcher Beziehung die vier bzw. fünf zueinander stehen. Da gibt’s den Dreier, nur wie es dazu kam, weiß Niemand. Festgestellt. Handlung? Gibt es nicht. Die Message ist gleich null, die Geschichte ist gleich null. Und weil alles eh völlig überflüssig ist, wird geschockt, deshalb die Penise. Denn ohne Penise würde man die Filmrollen sofort zerreißen und in die Tonne kloppen. Mit, da regt man sich vorher nochmal drüber auf. Eins ist klar, der Film ist momentan unvergesslich, unvergesslich schlecht. Mieser Streifen? Nein, das trifft es nicht im Geringsten!

Cinestar Sneak Preview: 17.06.’04
Offizieller Kinostart D: 22.07.’04

 
 

Mindhunters

Null Kommentare Archivist • Freitag, 11. Juni 2004 000 Uhr

Mindhunters Es rattert, sie fallen, ein Dominostein nach dem anderen. Die acht gelangweilten Zuschauer, füllen sich scheinbar ziemlich fehl am Platz. Jeder derer wäre beim Psychotherapeuten besser aufgehoben als hier. An der Decke hängt eine mit Kunstblut besudelte Schaufensterpuppe, es ist eine Übung. Mehr nicht.
Sieben FBIler, welche sich ‘mal für eine Ausbildung zum Profiler hinreißen haben lassen, wurden zusammen mit dem Cop, welcher sich später als Undercover-Agent ausgibt, Gabe Jensen (James Todd Smith) von ihrem Trainer Jake Harris, seines Zeichens erfahrener wie arroganter Haudegen, (Val Kilmer) auf der unbewohnten Oneiga Island vor der Küste Carolinas abgesetzt. Ein alter Militärstützpunkt ist das, welcher heutzutage vom FBI und der Army als Kulisse zum Durchspielen verschiedenster Einsatzszenarien genutzt wird. Und für die Sieben ist dieses Wochenende die entscheidende Prüfung, wobei das der Truppe gerade keine Sorgen bereitet, Kühlschrank ist wichtiger. Außerdem hatten sie’s noch nie so mit Schnitzeljagd und bei den Pfadfindern war keiner. Der Puppenspieler soll warten.
Kurz nitrogen-eisgekühlt wird zum blutrünstigen Auftakt der Teamleader J.D. (Christian Slater) – das Schlachtfest sei eröffnet. Der Rest, Eion (Bobby Whitman), Vince (Clifton Collins Jr.), Nicole (Patricia Velasquez), Rafe (Will Kemp), Lucas (Jonny Lee Miller) & Gabe, guckt verdutzt, was die meisten noch nicht wissen, ist: Drei FBI-Beamte wurden bereits vergangene Nacht abgemetzelt und die Kameras bewegen sich automatisch.
Zurück in ihrem Quartier findet sich eine tote Katze mit FBI-Badge herumbaumelnd, die defekte Armbanduhr zeigt den Todeszeitpunkt des ersten Trainees. Das findet das Team nun gar nicht mehr komisch, der Inselkoller trifft die Gäste mit voller Breitseite. Ein Licht geht auf: Es befindet sich ein Mörder, gar ein richtiger Psychopath, ja, unter ihnen. Und auf geht’s, ist es der Fluch der Insel oder, nein, Du bist es! Der Reihe nach wird jeder ‘mal beschuldigt der böse Bube, welcher das schon jahrelang geplant hatte, zu sein, während einer nach dem anderen, abhängig von deren individuellen Stärken und Schwächen, das Zeitliche segnet, oder auch nicht. Die von Albträumen & Wasserphobie geplagte Sarah (Kathryn Morris) hat dann den vermeintlich rettenden Einfall, wie sie den Täter zu überführen vermag, ganz einfach. Sie dreht die Wanduhr um eine Viertelstunde zurück.

Renny Harlin führte Regie zu dem Action-Psycho-Thriller, einer amerikanisch-britisch-niederländisch-finnischen Koproduktion von Intermedia Film Distribution Limited, Avenue Pictures Productions, Outlaw Productions und Egmond Film & Television. Wayne Kramer, Kevin Bordine und Ehren Kruger schrieben das Drehbuch. Gedreht wurde von Februar bis Mai 2002 in der Nähe von Amsterdam in Holland. Vertrieben wird der Streifen von Dimension Films (Miramax), bei uns im Verleih der Tobis Film GmbH & Co. KG.

"When is the situation secure?" Die erste Szene ist noch das beste am ganzen Film, sind zwar auch schon nur widerwärtig abstoßende Bilder, Hauptsache geschmacklos, viel mehr werden folgen, aber zumindest läuft es, es passt irgendwie. Nach dem Szenenwechsel auf die Insel ist’s jedoch aus und vorbei, die folgende nächste Stunde passiert Folgendes: Nichts. Es ist ja so dermaßen schlecht, nur Klischee. Irgendwelche wenig intelligenten, gerne auch hysterisch und komplexbehaftet, Leutchen landen irgendwo von der Außenwelt abgeschottet, klaustrophobische Stimmung, sie halten dem Stress nicht Stand, und oho, rätselhafte Morde. Da wird dann wild mit Pistolen herumgefuchtelt. Jeder sagt, dass er’s nicht war und jeder hätte ein Motiv, dumpfe Dialoge, ein nerviges Hin- und Her. Natürlich trennt sich die Gruppe, das tun sie immer in solchen Filmen, klar gucken sie den Dominosteinchen zu als wär’s der DominoDay und logisch, weiß der Kinobesucher, dass es einen Knall geben wird. Nur die großen FBI-Checker ahnen das nicht.
Der Streifen hat nichts Packendes. Dann wenigstens Schocken, uwäh, der Zuschauer wird den Unterschied schon nicht merken, dachte sich wohl Harlin. Der meinte tatsächlich: "It’s all my fault! When you see the film you can blame me!" Das ist wirklich ein Problem, neben all der schwachsinnigen und unlogischen, der Serientäter scheint Hellseher zu sein, Handlung. Der Streifen nimmt einen nicht mit, ein Mord, Herumirren, nächster Mord, wieder Herumirren, Showdown, Mord, Showdown, Mord, Kopfschuss, Ende. Bloß nicht gucken. "On the drive home."

Cinestar Sneak Preview: 10.06.’04
Offizieller Kinostart D: 24.06.’04

 
 

alt-/ sal*mer.de

Null Kommentare Archivist • Montag, 7. Juni 2004 204 Uhr

Es war einmal, lang, lang ist’s her, da meinte so ‘n Typ, nennen wir ihn André, er würde weiß der Himmel eine Bombensache auf die Beine stellen, wonach sich die Welt, seine Welt, schon Ewigkeiten nach lechzen tut. Langsam drehte sich das Rad, er wollte die Community bieten, sozusagen das Internetportal der Elite, bzw. dessen, was er dafür hielt, so sich und seine Freunde eben. Schön anzusehen waren die neuen Seiten auf sal*mer.de noch zu keinem Zeitpunkt, aber die Idee war gar nicht schlecht. Jahre zuvor gab es erst altsal*mer.de, eine private Seite, die aufgrund des Aufwandes leider nicht privat blieb. Die ASV übernahm damals die Domain und legte irgendwas ins Netz. Mehr als ein Adressverzeichnis ist das nicht, aber besser als nix. Mit sal*mer.de sollte dann eben eine Alt-/ Sal*mer.de Online Gemeinschaft aufgebaut werden. Tatsache ist, dass sich immer wieder irgendwelche Leute für einen Zugang zu der Seite registrieren, doch das war’s auch schon. Sal*mer.de bietet nichts und eine Beteiligung gibt es ebenso wenig. Hin und wieder posten irgendwelche Idioten Witze, Mitleidsbekundungen oder ähnlichen Blödsinn. Der Webmaster tut schon lange nichts mehr, vor vielen, vielen Monaten kündigte er groß an für alle Mitglieder eine Emailadresse einzurichten. Ebenso wurde ein Relaunch mit fetten Features längst angekündigt, eine Zusammenlegung, der von alt- und sal*mer.de – natürlich ist nichts passiert. André ist ein blöder Schwätzer, der einfach nix ‘drauf hat, eine Labertasche, nichts mehr. Und das ist nicht neu und das hat auch nichts damit zu tun, dass der André sozusagen in der ersten Stunde von HiPPiE auf der Mittelstufe meinte dessen neues Rad schrotten zu müssen. Schrott war’s nicht, aber mehr als nur ärgerlich! Soll heißen, asozial war der André schon immer, nun ist er einer dieser verpeilten Wannabies. Ach, und selbstverständlich hat das auch gar nichts damit zu tun, dass der André einfach den HiPPiE auf sal*mer.de gelöscht hat, grundlos, absolut grundlos. Ja, was eine Wurst, nebenbei hier ein paar der letzten Worte von HiPPiE auf sal*mer.de. Leider wurde sonst Alles gelöscht, folglich ohne Zusammenhang:

- Lustig André, genau das wollte ich hören, ach, tut das gut, hast Du etwa auch meine schöne Topic aus dem 97er-Forum rausgeschmissen, och wie schade, warum eigentlich, die war doch genau so sinnvoll/-los wie diejenigen davor!?! Oder hat sich da jemand persönlich auf den Schlips getreten gefühlt :P, nun denn, lass Dir gesagt sein, ich meine es (fast) immer so, wie ich es tippe, kapiert? Na, und selbst wenn es wirklich so sein sollte, wat soll es denn, nenn mich A#schloch oder sonst wie. Wie dem auch sei, Deine Worte haben mich tief getroffen :(, *gähn*, da geht noch was!
- Konti, *prost* ;), Du bist Schuld, dass es nicht bei dem einen Posting belassen worden ist, kommt André eigentlich echt extra, für diese eine “persönliche Unterhaltung”, Dich in Paris besuchen? Das ist aber lieb von ihm, also wirklich, mit dem Engagement zu s.de kann man es auch übertreiben – oder hat er Dich zu sich zitiert? Ach, und Konti, keinen Plan wie ich diese Ladung Schleim verdient habe :cool:, aber ich denke sehr wohl, sichersicher, die sal*mer.de Community könnte auf meine Irrläufer sehr gut verzichten, vor allem es tut sich doch sonst schon soviel, voll Wahnsinn! Jeden Morgen fahre ich nach dem Aufstehen direkt den Rechner hoch und kämpfe mich durch die erhebliche Masse auf s.de nächtens geposteten Wortverrenkungen, und da ich in der Regel gegen 7/8 in die Firma starte, da kannst Du Dir vorstellen wie früh ich dazu aufstehen muss, heißt, viel mehr Schlaf als Napoleon habe ich nicht, bitter. Später geht es direkt in da Office weiter und werde nach dem Einlogen und dem Starten des IE direkt erschlagen, was sich hier alleine schon innerhalb einer Stunde tut, mir fehlen die Worte, meine Finger verkrampfen sich – und die f#ck Disk hängt … nicht mehr – Unbeschreibliches geht vor, dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.

Übrigens, gerade nuckle ich an einem Jim Beam Glas, ohne Jim Beam :), dafür mit Diet Coke und HC gemischt, auch lecker, nur die Schlepperei geht einem immer so auf den Punktpunktpunkt, gibt es hier keinen Getränkemann? Zurück, im Ernst, ich glaube an s.de, das wird noch was, ich glaube an s.de wie ich an Kirch glaube, ja, wir schaffen es, seid frohen Mutes, ja, die Zeiten werden sich ändern, das Blatt wird sich (wieder) wenden und André, Du bist doch doch doch der Chefe, da will ich Dir nichts in Abrede stellen und wenn ich dem hinzufüge, dass Du der Beste, Größte, Genialste, dass Du zusammengefasst einfach göttlich bist, hörst Du dann auf meine Postings zu löschen/zensieren oder Konti, warst Du das – dafür tippe ich Dir nie wieder was, jetzt bin ich aber angep#sst :mad:, ohlala! Nein, noch viel mehr, Du bist der Übergott, Gottgott, oh herrlichster heiligster André!

– Ist mir bekannt, diese Sätze sind wieder so wat von daneben, *ächz*, so wat von selbstdisqualifizierend, schlimmschlimmschlimm, *ggg*. Ha! – Ich versuche doch nur ein gutes Mitglied zu sein – bin ich auf die sal*mer.de Party noch eingeladen, na hoffentlich, diesen Event will ich bloß nicht missen, ich würde meines Lebens nicht mehr glücklich werden, *fg*, die Planung hat das Endstadium erreicht? Und André, wenn Du im Ernst willst, dass ich das Posten unterlasse, dann musst Du mir das mittels einer uuuuuh “private message” oder Email vermitteln und nicht hier auf dem Board, ist doch logisch, dass ich mich dann wieder gefordert fühle, denn ich will doch keinesfalls, dass die Leser hier einen schlechten Eindruck von mir erhalten, das könnte ich doch nicht ertragen, niemals, alleine die Vorstellung, grausamst! Und so tippe ich wieder was, dann danach meinst Du wieder Dich so bestimmend gewählt äußern zu müssen, dass es einem vor Freude die Flupe in den Ascher schlägt – aber das muss ich Euch lassen, diese Satzbauten (wir sind doch alle gepolstert) amüsieren ungemein … bis demnächst. Und IHR ALLE :o, glaubet dem Konti kein Wort, er war im Moment der Verfassung nicht ganz er selbst, dass mir meine KV vorgeschlagen hat hier herumzutippen, weil sie nicht mehr bereit ist für meine Psychiaterstunden aufzukommen, ist ein Gerücht und: Ich meine es übel und ich bin übel, verdammt übel, sichersicher! Leider muss ich jetzt wieder los, habe ich jedes der acht Smileys einmal benutzt, mmh, Fortsetzung folgt ggf., noch ganz schnell, ich grüße Alle die mich nicht kennen und hassen! Soll ich irgendjemandem noch eine Runde Lobhudelei ausgeben? Bin gerade in richtiger Spenderlaune :D und wenn es dem Weltfrieden dient …

Schlimm, nicht doch, normale unterhaltende Worte. Nichts dabei. Wer sollte da etwas dagegen haben, eine HighSociety-IchbinjunggeilundarbeitebeimFernsehen-Göre etwa auch, nennen wir ‘mal m*sspfeiffer, kein Plan, noch nie was selbst gemacht, auf eigenen Beinen gestanden, ja ach, blond und blauäugig, mehr aber auch nicht. Schade, dass die nicht mehr bei RTL als Praktikantin zu Werke ist. Dieses Blablabla, uhhh, dieses, was ich gerade tue und wie toll Michael Jackson sei, nein, das muss nicht sein. Zurück zu André, Mr. Wichtig:

“Jeder kann seine Meinung äußern, ABER NEUTRAL und macht keine anderen an, wenn Sie eine andere Meinung haben!”

Kluge Worte, ohlala. Wie bitte, mein liebes Freundchen, äußert man Meinung neutral? Ist eben Meinung gerade nicht neutral? Kein Plan und keine Lust im Duden oder Lexika nachzuschlagen. Du musstest etwas dazu sagen, lass es zukünftig einfach bleib, sicher besser!

 
 

Spider

Null Kommentare Archivist • Freitag, 4. Juni 2004 000 Uhr

Spider Londoner Eastend, Kitchener Street 29, Ende der 60er. Hier wohnt der 10jährige Dennis (Bradley Hall), in einfachen wie deprimierend eintönigen Verhältnissen, mit seinem Vater Bill Cleg (Gabriel Byrne) und seiner Mutter (Miranda Richardson). Bill ist Installateur. Nach der Arbeit trifft man ihn meist in der Kneipe The Dog and Beggar an, von wo ihn Dennis öfters zum Abendessen heimholen muss. Viel zu sagen haben sich die beiden nicht, eine Vater-Sohn-Beziehung existiert genauso wenig wie dass die Ehe intakt wäre. Bill hat kein Interesse, weder an seiner ordentlichen, braven Frau noch an seinem Sohn, so sieht es Dennis. Und Dennis, eher introvertiert, bei dem ist auch nicht mehr los. Freunde hat er nicht, nur seine Mutter, er redet nicht viel, zieht sich zurück in seine Gedankenwelt, unter sein aus Fäden und Seilen gespanntes Netz. Von seiner Mutter wird er deshalb liebevoll ‘Spider’ gerufen.
Spider spinnt, kein Netz, eine Geschichte: Bill bandelt nach einem Job in Yvonnes Wohngemeinschaft eben mit dieser an. Und eben die ist eine einfältige vulgäre Hure und, so wie Bill, dem Alkohol gar nicht abgeneigt. Nun trägt es sich zu, dass sich die beiden eines Abends in dem Clegschen Schrebergarten verabreden. Als dann plötzlich, er sitzt im Sessel, Yvonnes Hüfte bewegt sich rhythmisch, seine Frau im Türrahmen erscheint, nimmt er den Spaten und es ist passiert. Sie wird gleich neben der Hütte verscharrt, seine Komplizin und Freundin zieht direkt danach bei ihm ein. Für Spider sind die beiden nur "bloody murderer", auch wenn er das später zurücknimmt, wonach er ein "Sorry" Richtung Gemüsebeet schickt.
Sie sei nicht seine Mutter. "Muffin" nennt sie ihn, Spider hasst sie. Nachts, er hört sie kommen. Bill marschiert hoch ins Schlafzimmer, sie nickt bereits in der Küche ein. Es ist soweit. Spider zieht an der Schnur, welche er bis runter in die Küche gelegt hat, an den Gashahn unter’m Herd. Das Gas füllt die Küche und kriecht weiter durch’s Haus, Spider ist happy, jawohl. Sein Vater ist wach, kommt, aufgeregt, packt ihn, trägt ihn die Treppe runter und setzt ihn vor der Haustür ab. Bill Cleg entdeckt beim Abdrehen die Schnur. Raus, Vorgarten, sie ist tot. – "You killed your mother!", Spider hat seine Mutter umgebracht. Nächster Stopp: Psychiatrie.
Zwanzig Jahre sind inzwischen vergangen, die drückende Tristes ist dieselbe, leer & farblos. Lange war er weggesperrt, Dennis Cleg (Ralph Fiennes) ist kaputt, zerstört, entrückt. Es ist gelaufen. Dennis Cleg ist krank, schizophren, gefährlich, gebrochen. In ein Männerwohnheim soll er jetzt entlassen werden, raus, in eine Gesellschaft, wo er nie gelernt hat sich zurechtzufinden. Es ist die 71, zurück, E1, Londener Eastend, die Nachbarschaft seiner Kindheit.
Wir finden uns auf einem Bandsteig wieder. All seinen Besitz trägt Spider an, bzw. bei sich, die vier Hemden übereinander, die Tabakdose im Strumpf, das alte Köfferchen, sein Notizheftchen. Dort protokolliert er, nicht lesbar, es ist persönlich, sein Geheimnis, seine Erinnerungen. Er steigt aus dem Zugabteil, langsam schlurft er dem Ausgang entgegen, leise vor sich hinmurmelnd, unverständlich, verstört. Hier lernen wir ihn kennen, und hier beginnt der Film.

Regisseur David Cronenberg und Drehbuchautor Patrick McGrath stehen hinter der 10-Millionen-$-Capitol-Films-Produktion, ebenso beteiligt: Davis Films, Artists Independent Network – im Vertrieb der Studio Sony Pictures Classics. Der Außendreh startete am 28. Juli 2001 in London, drei Wochen, ein fünfwöchiger Studiodreh in Kanada, Toronto, folgte. Weltpremiere war im Mai 2002, wo der Drama-Thriller im Wettbewerb in Cannes lief, Kinostart ist der 28. Februar ‘03 gewesen, seit dem 29. Juli ‘03 gibt’s den Film von Columbia TriStar Home Entertainment bereits auf Dvd.

— Der Streifen ist ein Egotrip. Es dreht sich absolut und einzig nur um David Cronenberg. Die Anfangstitel über den düsteren Rorschachpinseleien ziehen sich dermaßen, man liest David Cronenberg, erneut David Cronenberg, David Cronenberg schon wieder, dass man aufstehen möchte um den Filmvorführer zu bitten, schnell vorzuspulen. Wenn man es dann tatsächlich geschafft hat bis zum Ende wach zu bleiben, vielen Dank an die Mädels nebenan, welche sich seit geraumer Zeit unterhalten, dann fragt man sich am Schluss: Warum? Was eine Zeitverschwendung! Und: Was eine Fehlinvestition an Ressourcen. Wie toll, da ist jemand mit einer unschönen, gar traumatischen, Vergangenheit, und psychisch krank ist er auch noch. Um so jemanden zu sehen brauche ich nicht ins Kino zu gehen, denen begegnet man im RL überall. Folglich ist es nur total überflüssig so eine nichtssagende Geschichte auf Zelluloid zu bannen. Wenn es denn wenigstens eine Geschichte wäre. Wirres Gedankengut ist’s, mehr nicht, und der Zuschauer soll sich letztlich selbst einen Reim draus machen, was ist, was nicht, wie wär’s, weil der Regisseur völlig überfordert scheint. Der Film transportiert weder Freud noch Sinn, eine Aneinanderreihung von Grau-in-Grau, alles dasselbe, die Handlung plätschert gelangweilt dahin. Unser Protagonist taucht auf, dreht sich einmal im Kreis und verschwindet wieder. Spider interessiert nicht. "I smell gas!"

Cinestar Sneak Preview: 03.06.’04
Offizieller Kinostart D: 10.06.’04

 
© Archivist  Dich krieg'n'wa auch noch!