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Compuserve

Null Kommentare Archivist • Sonntag, 20. Oktober 2002 1926 Uhr

Himmel, bin zur Zeit mit meinen Gedanken wo ganz anders, da werden die Einträge hier immer weniger. Aber das wird sich schon wieder ändern. “Four Feathers”, das war der Film von Freitag und ich habe es immer noch nicht geschafft eine Movie Review zu tippen. Weil ich eben anderweitig beschäftigt bin. Und auch jetzt werde ich mich kurz halten. Compuserve ist so ein Dr#ck, andauernd Fehlermeldungen, fast jede zweite Seite muss man erneut laden. Super nervig. Dann hasse ich ja Chats, aber selbst wenn man wollte ist das mit Compuserve nicht möglich. Da bekommt man nur eine Seite mit einem kleinen roten x. Das kann’s ja nicht sein, nur so mainchat funktioniert. Weiter ist so viel die Tage nicht passiert, am Freitag kamen die Unterlagen nun doch von Tele5 retour und die gingen gleich weiter zum TÜV. Personalbereich wäre das dort, zwar nicht ‘meine’ Branche, aber was soll’s, wäre trotzdem nicht schlecht. Mal schauen. ‘Big Daddy’ läuft gleich, den werde ich mir geben. Die Anke hat auch bei dem Comedypreis abgeräumt, berechtigterweise, deren Sendungen sind einfach cool und sehr lustig. Yep, das soll’s schon gewesen sein.

 
 

Vin Diesel

Null Kommentare Archivist • Donnerstag, 17. Oktober 2002 2118 Uhr

Jetzt habe ich halt immer scheinbar Besseres zu tun, als hier rein zu tippen. ‘Hat sich auch nicht Besonderes ereignet die letzten Tage. Eine Karte für die Sneak habe ich, das wird mit dem Platz immer schlimmer. Reihe 17, wie doof ist das denn. Und die Tussi war ganz gestresst, musste die Leute zu der aktuellen Vorführung, “The Sweetest Thing”, so denke ich, vorlassen. Mein blöder Briefkasten bleibt leer, bzw. auch oben auf liegt nichts. Habe ja richtig schön für den Postboten einen Hinweis hingeklebt, dass er die grossen Umschläge oben auf legen soll, statt bei mir reinzuquetschen, denn dann kann man beispielsweise so Bewerbungsunterlagen nicht wirklich wiederverwenden, so teuer die auch waren. Mittwoch, da war Sonne, richtig fett Sonne, supergeil. Da habe ich so einige Zigaretten und Dosen Cola light vernichtet. Am Königsplatz, diese Bänke. Alle wollen sie an die Sonne, Spaziergänger, Touristen, Studenten, Berufsschüler, die Leute in der Mittagspause. Und dann gibt es diesen Abschaum, nein, Alkis, Obdachlose, Menschen niederer Klassen, sind nicht generell zu verurteilen, hier trifft es halt zu, die machen sich da auf einer Bank, wo bequem vier Leute Platz hätten, bzw. zwei mit dem obligatorischen Abstand, breit, halten da von früh bis spät ihr Nickerchen oder setzen sich direkt in die Mitte und legen ihre Arme rechts und links auf die Lehne, sozusagen, wie bin ich toll, letzteres hat nichts mit dem sozialen Stand zu tun, fast nichts.

Auch heute nichts, warum können die das nicht direkt zurückschicken? Letzendlich tun sie es ja doch. Oder irgendjemand klaut mir den Rücklauf da unten. Da ist doch diese Psychopraxis unten, heisst die untere Klingel ist der automatische Türöffner. Kurz nach meinem Einzug damals hat da ‘mal irgendein Volldepp überall an den Briefkasten die Namensschilder entfernt. So einer soll mir mal unter die Finger kommen! Nervig, weil ich da was hätte, wo ich meine Geschichten hinschicken wollte und alle Exemplare unterwegs sind, bis auf eines, nur das ist so eine Sparvariante. Egal. Warten auf morgen. ‘Buffy’ und ‘Charmed’ verpasst, bei ‘Charmed’ nicht schlimm, fande diese Shannon Doherty auch nicht so irre aber vom Aussehen immer noch besser als diese neue Schwester. Wollte mir dann die Nachwiederholungen aufnehmen, tja, dann aber doch vergessen. Und dann gibt es da noch was, was ich berichten könnte, aber das werde ich wohl wahrscheinlich woanders ausführen. Auf jeden Fall gestern ewig telefoniert und Freitag sieht man sich. Mal schauen.

Andere Sache. Samstag hatte ich meine Movie Review auf videofreak.net gepostet. Am Mittwoch kam diesbezüglich eine Mail von Antonio V*sile, dem Macher der inoffiziellen Vin Diesel Fanpage unter vin-diesel.de. Der war wohl ganz begeistert von der Inhaltsangabe und wollte diese bei sich einbauen. Die Seite habe ich mir dann angeschaut und war ziemlich überrascht wie grafisch-webtechnisch genial aus einer privaten Initiative heraus eine Fanpage sein kann. Echt top, die ist noch im Aufbau, fertig ist sie ein Muss von Vin Diesel Fans und außerdem hätte sie es wahrlich verdient offiziellen Charakter zu erhalten. Habe natürlich den Text freigegeben.

Heute Abend bin ich bei Pizza Hut in der Sendlinger Strasse vorbeigekommen. Zwei Euro kostet eine Ecke und ich war erschreckt wie winzig die ist, zwei Bissen und vier Mark sind weg. Egal, zu spät. Da kommt dann das Spar-Gewissen heraus. Echt Abzocke sowas. Shrimpssalat hatte ich mir zu Mittag geholt, auch nicht gerade günstig und die Hälfte habe ich weggeworfen. Diese Mayo-Sauce dabei hatte einen widerlichen Beigeschmack, dass ich mir gleich danach die Zähne putzen musste, als wäre die schlecht, pfui deivel. Vorhin noch am Königsplatz etwas an der frischen Luft gewesen, der Regen hatte Pause. An den Propyläen wird gedreht. Hab’ nur von Ferne einen Blick drauf geworfen, kleines Set, aber schon aufwendig. Viele Produktionsfahrzeuge, Wohnwagen und der Sparks-Laster lassen darauf schliessen, dass das auf alle Fälle eine professionelle Produktion ist. Auch wenn’s mich interessiert hätte wer da was dreht, gefragt habe ich nicht. Kenne das ja von der anderen Seite, wenn die Spaziergänger und Touristen ankommen, was wird denn da gedreht und für wen, wann läuft das, und und und. Nöh, finde ich nicht schlimm, da gibt man auch gerne Auskunft, aber selbst nachzufragen, da komme ich mir irgendwie blöde vor.

Chulia, die sich schon ewig wieder melden wollte, hat es immer noch nicht getan. In Vaterstetten geht am 26. irgendwas ab und da treffen sich die alten Leute. ‘Werde es aber wahrscheinlich lassen, weiß nicht, oder doch, kein Plan, mal schauen, vielleicht läßt man sich wieder überreden. Meine Nachbarn nerven, auch wenn man sie nicht sieht, das andauernde Türen auf und zu Knallerei hört man schon. Diese Ossi-Zeitarbeitstussi hat wohl derzeit nichts zu Arbeiten und der Eckel-Student, na Student eben, kassiert Bafög, kommt und geht, wie’s halt so ist. Aufräumen muss ich, bis zu Schmidt habe ich Zeit, das wird zu schaffen sein, ist ja übersichtlich. “die Anstalt” hat Sat.1 jetzt in die Primetime geholt, wie kann man so einen Schwachsinn nur anschauen, neneh.

Überlege gerade. Eigentlich ist dieses “diary” total unsinnig. Ist halt so oberflächlich, weil ich so private oder intime Dinge nicht reinpacke/n will. Denn so exhibitionistisch bin ich nicht wirklich veranlagt, oder vielleicht insgeheim doch, wer weiß. “Stille Wasser sind tief” und neben diesem Hippie hier gibt es noch einen ganz anderen. Obwohl, eigentlich auch nicht. Das bin schon ich hier. Nur nicht komplett, meine ist alles korrekt hier, nur nicht ganz vollständig. Auch wieder zweideutig, lassen wir es für den Moment gut sein. Es gibt halt Dinge, welche nicht unbedingt der allgemeinen, breiten Öffentlichkeit mitgeteilt werden sollten. Da habe ich immer eine echte Hochachtung vor den Leuten, die mit gewissen Geschichten ganz offen umgehen und sich da sogar im Web dazu bekennen. Das ist immer wow eben. Eigentlich würde ich auch gerne so damit umgehen, vielleicht kommt die Zeit, wo ich mich überwinde, mich sozusagen oute. Na, kein Plan, eher unwahrscheinlich, Verwandte, Bekannte, wohl eher nicht. Ich glaube da fehlt die gesellschaftliche Akzeptanz und die Meisten haben so ihre Vorurteile, ihr Bild, oder wissen gar nicht, was das wirklich ist. Zuvielel würde man verschrecken, zuviel müsste man erklären, das muss nicht sein. Unnötiger Aufwand & Stress. Tippe ich in Rätseln? Ist auch ein Insider. Ich kann Dir aber sagen, dass, egal welche Vorstellungen Du jetzt hast, welche Schlüsse Du auch immer aus diesem Absatz ziehen magst, wenn Du’s nicht von mir weißt: Alles falsch!

Freitag Cinema wie so oft. Davor. Früh aufstehen, will mal noch in die Stadt ein paar Besorgungen machen, später kurz jemanden treffen, abends vor’m Kino eventuell ein paar Kontakte pflegen und dann komme ich wieder Samstag Früh nach Hause. Ich kämpfe mit mir, ich habe so Lust auf Leberkäs mit Ketchup und Mayo. Heute habe ich es geschafft nicht schwach zu werden. Aber morgen wird’s anders aussehen. Ich stehe einfach auf ungesunde Sachen, das Thema hatten wir schon einmal. 17. Oktober, die Zeit rast, unheimlich. Samstag melde ich mich wieder.

 
 

Bavariafilmplatz

Null Kommentare Archivist • Montag, 14. Oktober 2002 2042 Uhr

Samstag Abend lief im Ersten “Was passiert, wenn …” mit einem Thomas Elstner. Ich habe reingezappt. Klar wird in der ersten Sekunde: Der hat diesen Job hundertprozentig nur erhalten, weil sein Papi Frank heisst. Da sind sogar die RTL2 Moderatoren besser. Total verunsichert steht der da im Studio herum, völlig fehl am Platz, Hände in der Hosentasche, unrasiert, die Lache absolut gekünstelt. Schon die Show an sich ist ein schlechter Witz, angefangen beim Bühnenbild bis zu den Kandidaten. Farblos und langweilig. Die Hälfte der Sendung dreht Elstner den Kameras, bzw. dem Fernseh-/ Zuschauer den Rücken zu. Was ist das für eine Art? Schlecht. Samstag Abend schwierte zu allem Überfluss noch Sonja Zietlow über die Mattscheibe mit “Deutschlands’ klügste Priester und Geistliche”, einem Frage-Antwort-Spielchen. Mit so einem Blödsinn bestreitet RTL die Sendezeit, und das zieht sich und zieht sich.

Vom Bavariafilmplatz kam ‘ne Mail. Die planen ein neues Sendeformat, bei Interesse melden die sich die nächsten zwei Wochen. Auch sonst war heute nichts im Kasten. Weiter ging heute gar nichts ab. Den halben Tag im Netz gesurft, vorhin WiSo geschaut, nachher noch FAKT und später sicher noch ‘ne Folge von “Toto & Harry, die zwei aus dem Revier”. Es schüttet schon seit gestern Nacht mit kurzen Unterbrechungen, gar nicht schön. Die Bahn bringt neue Preise ab dem 15.12., bin gespannt, was ich dann hinlegen muss. Hier ist es mit meinen beiden Nachbarn ein Rein & Raus, ein lautstarkes Schliess auf, Schliess zu. Ich will ‘ne neue Wohnung mit Kabelanschluss. Wäre ja ulkig, wenn ich für ‘nen Fernsehsender arbeiten würde und das Programm nicht sehen kann.

Aus der Navigationsleiste wurde bereits ‘comment’ und ’story’ entfernt, weiter überlege ich mir diesen Part vordergründig aus dem ‘Archiv’ zu schmeissen, da kommt eh nix Neues dazu, wenigstens die letzte Zeit nicht, weil ich das, was mich nervt, schon hier unterbringe. Vielleicht mache ich einen Schnitt demnächst. Und außerdem werde ich hier nicht tagtäglich ‘n Update veranlassen, da ich sowieso der einzige Besucher auf meiner Seite bin. Jetzt noch ein bisschen Mailen, Telefonieren, das Übliche. Eine Mücke habe iczh gestern vernichtet, wo die immer her kommen. Gegen 3 Uhr, die war voll mit Blut. Voll dämlich ist das, das war hier beim Einzug frisch gestrichen, da, wo ich die Viecher geklatscht habe sind überall so kleine schwarze Fleckchen. Gut, dass dies nicht so regelmäßig vorkommt.

 
 

xXx

Null Kommentare Archivist • Samstag, 12. Oktober 2002 000 Uhr

xXx Er ist auf der Flucht mit einem mysteriösen Gegenstand. Den hat der ordentliche NSA-Agent gerade einem Typ auf der Strasse abgejagt. In der zum gewaltigen Hardrock von ‘Rammstein’ abdancenden Masse unter dem Kirchendach hofft er seine Verfolger abschütteln zu können. Die Stimmung kocht. ‘Feuer frei’, die Performance der ganz anderen Band ist atemberaubend und mitreissend. Der tosende Sound wird ergänzt durch heftige Feuersalven. Doch das schützt den Flüchtigen nicht. Nach dem tödlichen Schuß wird seine Leiche von der Menge auf Händen getragen. Er hatte keine Chance gegen den paramilitärischen Verbrecherring um den Osteuropäer Yorgi (Marton Csokas). Der lässt im Untergrund seiner mit Waffengewalt an sich gerissenen Festung unter Beihilfe von russischen Wissenschaftlern eine neue qualvoll tötende biologische Giftgas-Waffe namens Ahab produzieren, mit deren Hilfe er einen entgültigen Weltkrieg herbeiführen will, nachdem vordergründig keine Herrschaft mehr existieren soll, nur die Freiheit.

Um was es genau geht, was da unter dem Begriff der ‘Anarchy 99′ an Unheil im Anmarsch ist, das ist der amerikanischen Staatssicherheit noch nicht ganz klar. Um den Machenschaften des Syndikats um den Ex-Soldaten Yogi, seines Bruders und dessen sexy Freundin auf den Grund zu gehen beschreitet der NSA-Agent Gibbons (Samuel L. Jackson) einen neuen Weg. Er benötigt diesen Super-Agenten um diese Verbrecherorganisation zu infiltrieren. Und dafür hält er keinen seiner hauseigenen Schlipsträger für geeignet. Augustus Gibbons veranstalt folglich ein für die Bewerber eher unfreiwilliges Casting. Nach der Aufnahmeprüfung in einem Dinner findet die nächste Bewährungsprobe im Umfeld der kolumbianischen Kokainplantagen und unter massivem Beschuß von Drogenkartell & Polizeihubschraubern statt. Er geht als der Auserwählte hervor, legendär sind seine meist illegalen Stunts. Videos seines Extremsports vertreibt Xander ‘Triple X’ Cage (Vin Diesel) weltweit auf dem Schwarzmarkt. Gibbons lässt ihm keine Wahl, denn ihm ist sehr wohl bekannt, dass sich der mit Tattoos übersähte Muskelprotz von Niemandem etwas sagen lässt und den Tod schon gar nicht fürchtet. Entweder ab ins Loch oder auf mit der Lufthansa nach Prag. Dort angekommen wird ihm der tschechische Polizei-Kontakter Milan Sova (Richy Müller) zur Seite gestellt, den er aber schon bei dem ersten Kontakt mit Yogi abschüttelt. Bei Yogi will Triple-X zehn Sportwagen bestellen, ‘mal so zum Warmwerden. Immer dabei ist die düstere, geheimnisvolle, unnahbare Yelena (Asia Argento), an der unser Held sofort Gefallen findet. Diese Mission stellt xXx vor so einige Herausforderungen, die Rettung der Welt ist das eine – Liebe das andere.

Unter der Regie von Rob Cohen nach dem Drebuch von Rich Wilkes und mit einem Budget von um die $ 70 Millionen vertreibt Columbia Tristar die erste Folge des Agenten-Thrillers aus der Produktion von Original Film und der Revolution Studios. Für die zahllosen Spezialeffekt-Sequenzen zeichnet sich Digital Domain verantwortlich. Vin Diesel wollte es nur für 10 Millionen tun, ‘hat er bekommen. Am 26. November letzten Jahres ging’s in Los Angeles los, die andere Location war dann Prag ab dem 7. Januar 2002. Der zweite Teil wird wahrscheinlich bei uns in zwei Jahren den Kinosaal erreichen.

— Der Film ist ein Wahnsinn. Dank des umwerfenden Sounds von Rammstein hat uns der Streifen schon in den ersten Sekunden ergriffen. Cooler Soundtrack. Man wünscht sich direkt dorthin, abfeiern, Party hemmungslos. Das Schema dieses Agententhrillers ist mehr als bekannt und wird in aller Regelmäßigkeit neu aufgebrüht. Good guy versus bad guy, der Held rettet die Welt, in der abschliessenden Szene finden wir ihn mit dem Girl an seiner Seite, die letzten Worte kommen aus dem Hauptquartier des Geheimdienstes und so weiter. Es erscheint anfangs wie die Parodie auf den schon viel zu viele Jahrzehnte im Dienste der britischen Krone stehenden jederzeit korrekten 007. Mit "xXx" kommt nicht der würdige Nachfolger, nein, das ist Konkurrenz, welche auch gerne ein Stückchen vom Kuchen abhaben will, fast der Anti-Held. Tausendmal charismatischer, aber auch trivialer ist der amerikanische Untouchable, menschlicher, ehrlicher, nicht ganz so abgehoben. Richtig top sind aber sicher die unglaublichen und komplett durchweg nur unrealistischen Stunts, die einem kein ‘Ahh’ und ‘Ohh’ entlocken, sondern einen vielmehr kopfschütteln, schmunzeln und lachen lassen. Leider ist es manchmal einfach zuviel des Guten, dann ist es eben nicht mehr lachhaft, sondern nur noch total lächerlich. Von der Geschichte dürfen wir uns selbstverständlich auch nichts erwarten, auch dort unterscheidet er sich kein Stück von seiner Vorlage. Action & Sex, das ist kein neues Rezept, lecker. Jedoch hätte mir der Showdown fast den Heidenspaß verdorben. Achtung fetter Spoiler: Da rast das Ende der Welt auf der Moldau mit einem Affenzahn dahin, der Retter stürzt sich auf das Höllenwerkzeug, weiss sich dann aber nicht zu helfen. Moment, war da nicht vorher noch was, ja, der Fallschirm, der riesige Fallschirm des Helden, Stars & Stripes!!! Es ist nur ätzend, die Amerikaner müssen so unglaubliche Minderwertigkeitskomplexe haben, dieser andauernde profilierungsbedürftige Nationalstolz, dieser Hochmut, diese abgehobene masslose Arroganz. Und dann als xXx auf der anderen Seite der Brücke wieder auftaucht – wie überraschend, hohoho, was geht ab, wie kann der frieren, warum fröstelt der?! Schmerzen kennt er doch auch sonst keine, sehr sonderbar, total bescheuert! Genug. Herausgekommen ist ein erfrischender, vollkommen sinnloser, sehr geiler Film. Anschauen. ‘Bang, Bang’!

Cinema Sneak Preview: 11.10.’02
Offizieller Kinostart D: 17.10.’02

 
 

The ChubbChubbs!

Null Kommentare Archivist • Samstag, 5. Oktober 2002 000 Uhr

The ChubbChubbs! Meeper wischt den Boden des Ale-E-Inn, einer intergalaktische Oase auf dem Planeten Glorf . Dabei wägt er sich in seinen Träumen, nimmt den Wischmob als Mikrofon, singt und tänzelt durch die Bar bis er in seiner tolpatschigen Art an die singende Diva gerät, dem eigentlichen Star dieses Etablissements. Weil ihn eh Niemand respektiert, fliegt er daraufhin hochkant raus. Dort draussen muss er erfahren, dass die ChubbChubbs, die schrecklichsten Kreaturen des Universums, mit einem Affenzahn auf dem Weg hierher seien. In seiner gutartigen Art stürmt Meeper folglich zurück in die Bar um die fröhliche Gesellschaft vor dem nahenden Unheil zu warnen. Seine Mission ist nicht von Erfolg gekrönt, so dass er sich im nächsten Augenblick und ohne dass ihm weitere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist wieder vor der Tür befindet. Doch die ChubbChubbs kommen rasend näher und er versucht es ein weiteres Mal über’s Dach einzudringen und die Warnung weiterzugeben, bricht ein und landet sofort wieder draussen. Kurz bevor die herannahenden Horrorgestalten das Ale-E-Inn erreichen fliehen die Gäste alamiert in Panik und Meeper steht plötzlich allein da.

Nun ist es aber höchste Eisenbahn für ihn, er muss weg. Doch da sind noch diese kleinen, süßen Wesen, sehen ein wenig so Kücken gleich, die scheinen nichts von der Gefahr, den grausamen Monstern, zu ahnen. Heldenhaft und ohne Rücksicht auf sein Leben kehrt Meeper um, packt die Kleinen in das einzig vorhandene Versteck, einen Eimer, und sieht sich im nächsten Moment mit den riesigen Gestalten konfrontiert. Diese sehr gespannte Situation versucht unser Held nun durch eine Songeinlage zu entschärfen, ein eher verzweifelter und sinnloser Versuch sein Leben noch ein paar Sekunden rauszuzögern. Das Ende vom Lied ist, dass der Eimer umfällt und das junge Federvieh zu Tage tritt.

Das Ende scheint gekommen für Meeper und seine Schützlinge. Doch weit gefehlt. Denn diese kleinen, süßen und ach so unschuldig dreinblickenden Flaumbällchen enpuppen sich nun als wahrhaft furchterregende, zähnefletschende und unbesiegbare Biester, welche mit ihren Widersachern keine Gnade kennen und folglich ganz schnell mit den dunklen rotäugigen Zyzaks aufräumen. Danach suchen sie die Nähe zu ihrem selbstlosen Meeper, schmussen und knuddeln. – Letztendlich hat sich Meeper den Respekt verdient, nun steht er im Rampenlicht der Bühne, im Rücken seine neuen, kleinen ungewöhnlichen Freunde, die ChubbsChubbs.

Fünf einhalb Minuten lang ist dieser Zeichentrickfilm aus dem Hause Sony Pictures Imageworks, im Vertrieb der Columbia Pictures. Dem Animation Supervisor Eric Armstrong oblag die Regie. Januar 2002 wurde das Design entworfen und über 2.500 Animatoren arbeiteten ab Februar parallel zu "Spider-Man" und "Stuart Little 2" an der Umsetzung von Jeff Wolvertons’ Drehbuch. Fertiggestellt war diese komplett computer-generierte, animierte Sci-Fi Kurz-Komödie im Juni. Im Grunde war die Herstellung von "The ChubbsChubbs!" ein Test für das Studio. Imageworks wollte wissen, ob es Ihrer F/X-Einheit möglich sei einerseits mit den gleichen Leuten an einem Animationsfilm zu arbeiten und ebenso Spezialeffekte für Live-Action-Streifen zu kreieren um es damit mit den anderen grossen, bekannten und schon erfolgreichen Animationsunternehmen aufnehmen zu können.

— Die Verantwortlichen bei Sony haben auf das hier entstandene Werk eine durchweg positive Resonanz erhalten und das vollkommen zurecht. Am Anfang, den ersten Sekunden, denkt man an einen etwas lang geratenen Trailer, ähnlich wie diese Anfangssequenz von "Ice Age". Unabhängig von der Leistung eine komplette und runde Geschichte in sechs Minuten unterzubringen ist hier ein sehr amüsanter Top-Streifen entstanden. Der Film läßt einen schmunzeln, von der ersten bis zur letzten Minute. Dies ist wahrlich eine angenehme Lachnummer und die Story ist echt herzallerliebst. Also, wenn Du erfährst, dass "ChubbsChubbs" als Vorfilm läuft, hol Dir eine Karte für den Hauptfilm! Oder Du musst so lange warten, bis der erste ‘reguläre’ Animationsfilm aus dem Hause Sony erscheint. Man darf gespannt sein.

Im Cinema am: 04.10.’02

 
 

Red Dragon

Null Kommentare Archivist • Samstag, 5. Oktober 2002 000 Uhr

Red Dragon Auftakt ist ein Konzert auf einer Bühne in Baltimore. Schwenk ins Publikum, dort erkennen wir Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), dessen Gehör über die Misstöne eines der Musiker an einem Blasinstrument nicht gerade frohlockt. Nächste Szene, Lecter hat zum Dinner geladen, Erwähnung findet auch das Verschwinden eines der Herren aus dem Ensemble und als Lecter noch gefragt wird, was er denn hier zubereitet hätte, fühlt sich der Zuschauer in seiner Ahnung bestätigt. Er könnte das nicht verraten, da sie es sonst erst gar nicht probieren würden. Selbstverständlich mundet das Mahl seinen Gästen. Es ist köstlich. Im nächsten Akt lernen wir Special Agent Will Graham (Edward Norton) vom FBI kennen, welcher sich meist erfolgreich mit der Aufklärung von Serienmorden beschäftigt. Dabei holt er sich gerne Hilfe des Forensik-Experten Dr. Lecter. Heute Abend will er eben diesem einen neuen Gedanken zu dem aktuellen Fall kundtun und erfahren, was er davon hält. Den Mordopfern wurde jedesmal ein gewisses Organ oder Körperteil entfernt, welches außerhalb des Kannibalismus zubereit eine Spezialität wäre. Ein Buch im Arbeitszimmer von Lecter öffnet Profiler Graham die Augen. Wenige Augenblicke später wird er attackiert, es kommt zum Kampf auf Leben und Tod, beide überleben schwerverletzt. Graham ist der Held, er zieht sich von diesem Rummel zurück nach Florida, wo er mit Frau und Sohn lebt, lieber Böttchen repariert, als Tatorte von Massenmörder analysiert. Dies ist die Vorgeschichte zu "Das Schweigen der Lämmer" (1991) und "Hannibal" (2001), welche hier von der ersten Festnahme Lecters’ erzählt.

Jahre ziehen ins Land. Eines Tages erhält Graham einen Besuch von Senior FBI-Agent Jack Crawford (Harvey Keitel), der sich von ihm Unterstützung auf der Suche nach einem besonders grausamen Mörder erhofft. Graham hat diese Begabung, er sieht mehr, er kann sich in die Gedanken des Serienkillers hineinversetzen, das braucht das FBI, denn zum nächsten Vollmond, dem weiteren scheinbaren Abschlachten einer jungen Familie ist es nicht mehr lange hin. Natürlich sagt Graham nach dem ersten ‘Nein’ doch zu, will sich aber ihm Hintergrund halten. Sein Gegenspieler ist Francis Dollarhyde (Ralph Fiennes), welcher davon überzeugt ist sich in den biblischen Gott der Apokalypse zu verwandeln, den ‘Roten Drachen’. Der Fan von Lecter wurde selbstverständlich nicht als Monster geboren, Hintergrund ist eine sehr schlimme Kindheit ohne auch nur nur ein kleines Stückchen Liebe der herrschenden Mutter. Das machte ihn zum psychischen Wrack, einerseits introvertiert, verängstigt, unfähig mit Gefühlen umzugehen, zum Anderen nimmt er sich die Macht, welche er nie gehabt hat, er ist Gott und richtig, das will er nicht aufgeben.

Will Graham schafft es nicht den Fall zu knacken und die Zeit läuft. Er kommt nicht ohnehin sich Hilfe zu holen, und da gibt es nur eine Person mit diesem Gedankenschlag, der Schläue und dem Wahnsinn: Dr. Lecter. Somit konfrontiert er sich mit seiner Angst und Lecter hält die Zügel in der Hand. Lecter schafft es sogar ‘Tooth Fairy’ Dollarhyde zu ermuntern Wills’ Familie auszulöschen und gibt dessen Geheimadresse weiter. Bevor etwas Schreckliches passiert wird diese daraufhin evakuiert – bis die Gefahr gebannt zu sein scheint.

Auch der Film "Manhunter" (1986) basierte auf dem Roman "Red Dargon" (1981) von Thomas Harris. Dieser dramatische Krimi-Thriller, ein Universal Pictures Streifen, umgesetzt durch Dino De Laurentis Productions und Scott Free Productions wurde ab dem 7. Januar 2002 u.a. in Los Angeles, Baltimore City, Westminster (Maryland) und Florida unter der Regie von Brett Ratner gedreht. Ein vierter und letzter Teil der ‘Trilogie’ wird folgen. Um die $20 Millionen soll Hopkins erhalten haben, welcher digital um etwa 20 Jahre verjüngert wurde, bei einem Budget von etwa 100 Millionen Dollar. Acht Stunden hat die Maske für das Tattoo von Fiennes benötigt, als Vorlage diente ein dämonisches Gemälde des Poeten William Blake. Offizielle Weltpremiere war am 30. September im Ziegfeld Theatre in New York City, das Movie lief wohl auch schon davor beim Venice International Film Festival.

— Hopkins’ cooler, ruhiger, wahnsinniger, berechnender Blick ist einzigartig. Niemals könnte seine Rolle die Kontrolle verlieren, er scheint über Allem und Jedem zu stehen. Doch wir beobachten ihn nur etwa eine halbe Stunde des Filmes. Das Intro, woher er kam, wer er ist, erscheint so beiläufig und ist in fünf Minuten abgehandelt. Diese Folge in der Hannibal-Reihe ist ein Muss für die Fans. Wer etwas für die ersten Teile übrig hatte wird auch von diesem Horror angetan sein. Im Gesamten betrachtet bringt "Red Dragon" sicher nichts Neues, klar, ein paar abstossende Bilder, Schocker eben und Action. Manches spricht an, vieles jedoch langweilt. Sozusagen nach dem Schema F geht die anspruchslose Story von sich, es gibt Überraschungen und plötzliche Wendungen, vorhersehbar. Man macht sich als Zuschauer Gedanken, was in der nächsten Szene, in den folgenden Minuten, passiert, meistens liegt man damit genau richtig. Und das nimmt einem die Spannung, es ist alles so dümmlich und glatt. Nebenbei kommt einem Norton wie ein Tennie vor, der sich irgend wie auf dem Filmset verlaufen haben muss, überzeugend ist er aufgrund seiner Schauspielleistung, nicht aber durch sein Auftreten. Irgendwie habe ich es verpasst, ‘hätte mich auch interessiert, was ‘Graham’ macht, wenn er sich ‘mal nicht ein lebensgefährliches Gefecht mit einem Psychokiller liefert oder mit der Family über das Wasser segelt, Bücher schreiben? Logik scheint dem Drehbuchautor Ted Tally ebenso unbekannt zu sein, hat ‘Dollarhyde’ eigentlich zeitweise eine Tarnkappe getragen? – Nicht der Hit an sich, aber aller Wahrscheinlichkeit nach und mit der üblichen Vermarktung ein Erfolg. Zum Abschluss: Wer sich schon für die ersten beiden Movies der Reihe begeistern konnte, der sollte auf alle Fälle ganz schnell ein Ticket erwerben. Wer ‘drauf steht, viel Spaß!

Cinema Sneak Preview: 04.10.’02
Offizieller Kinostart D: 31.10.’02

 
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