http://www.imdb.com/title/tt0241303/ Der Nordwind treibt sie weiter. An einem Wintertag der 50ziger Jahre machen zwei in rotem Umhang gekleidete Personen dem kleinen französischem Dorf Lansquenet-sous-Tannes ihre Aufwartung. Es ist Vivian Rocher (Binoche) und ihre 6jährige Tochter. Vivian sieht es wie ihre Vorfahren, die bis zu den Mayas zurückreichen, als ihre Aufgabe die Herrlichkeit von Schokolade zu verbreiten. Gegenüber der Kirche eröffnet sie einen chocolateshop, skeptisch beobachtet von der konservativen Gemeinde und in Ablehnung des gottesfürchtigen in Liebeskummer zerfließenden Bürgermeisters (Molina). In der Fähigkeit auf Ihre ‘Kunden’ einzugehen, Bedürfnisse und Kummer zu erkennen, fasst sie scheinbar schnell Fuß in der Gemeinde. Davon wenig begeistert legt der Bürgermeister dem jungen Pfarrer die Worte in den Mund, so dass Vivian und ihre Kleine gemieden werden. Im weiteren Verlauf kommt noch eine irische Seeratte (Depp) ins Spiel, verlässt sie wieder und der Nordwind weht wieder, was heißt dass sie weiterziehen muss, stark beeinflusst von Ihrer Mutter, bzw. deren Asche.
— Eine leichte, angenehme Fabel ohne Action. Die Story selbst erinnert so ein ganz, ganz kleines bisschen an "Das Leben ist schön", ist aber damit nicht vergleichbar. Der Film läuft flüssig humorvoll ohne dass man sich irgend etwas groß zusammenreimen muss, jedoch sollte man auch nichts hinterfragen und auf keinen Fall den Film analysieren wollen, denn dann ist er lange nicht mehr so schön wie beim Verlassen des Kinosaals, wenn man in den Hintergrund schaut. Und zeitweise ist das Bild zum Schlechtwerden süß, und Braten mit Schokoladensoße, na ja, das muß man nicht probiert haben. Zusammenfassend ein Film, den man nicht bereut gesehen zu haben aber nicht gesehen haben muss, aber echt nett.
Cinema Sneak Preview: 02.03.’01

